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Yoga – tief durchatmen!Die Arme ausbreiten, das Kinn hoch und in die Brust einatmen. Die Knie zur Brust anbeugen – abwechselnd, nicht beide auf einmal – und durch die Nase einatmen, durch den Mund ausatmen. Wer Gestern beim Griechen an der Ecke essen war, macht es umgekehrt. Wir beugen den Rumpf komplett nach vorne, so dass wir die Zehenspitzen anfassen können, die Neulinge können sie zumindest sehen und die Teilnehmer mit dem porösen Darmausgang stellen sich höflicherweise in die letzte Reihe.

Jetzt legen wir uns bäuchlings auf die Matte – Hallo, auf die Matte, nicht auf Frau Mattes – und begrüßen die Sonne, ja – auch bei Regen und dichter Wolkendecke. Wir stützen uns – Hallo, stützen, nicht stürzen – auf die ausgestreckten Arme und drücken den Rumpf nach oben, der Kopf fällt in den Nacken. Die polierten Waldhörner aus der letzten Reihe betrachten Yoga bitte als Sport – sonst hat hier im Raum nichts mit Sport zu tun … mal eben lüften.

Bitte diese Übung verinnerlichen und gerne wiederholen. Nun heben wir das linke Bein im ausgestreckten Zustand an und zwar soweit es geht – ja, auch das rechte Bein ist gleichberechtigt und kommt gleich an die Reihe – da geht noch was, da nehmen wir noch einmal Schwung und … wer wirft da mit seiner Prothese, ich denke das muss jetzt nicht sein. Ich bin auch der Ansicht, dass es keine Absicht war.

Yoga – tief durchatmen!Jetzt berühren wir mit dem angebeugten linken Bein den eigenen Nacken. Okay – wir versuchen es auf jeden Fall – ja genau, wir tun so, als ob wir den Nacken berühren wollten. Fünf Wiederholungen sind hier völlig ausreichend – ja, ich bringe Ihnen die Prothese zurück, sonst erreichen sie den Nacken nicht … und den Bus auch nicht, schwant mir. Was? Das Fenster wieder schließen? Gut, gut – auf eigene Gefahr.

Nur Senfgas ist grausamer.

Yoga – tief durchatmen!Yoga soll der inneren Ausgeglichenheit und der meditativen Wirkung auf unser Yin und Yang dienen. Die Übungen werden nicht flüchtig, sondern mit ruhiger, kontinuierlicher Kontinuität vollführt. Vergessen wir die Hektik des Alltags und den geschäftigen Trubel der sonstigen Welt. Tauchen wir ein in die Geschmeidigkeit und die Unschuld eines lauen Lüftchens, welches sich anschickt, uns leicht wie eine Feder von hie nach dort zu tragen, ja – auch bei 35 Kilogramm Übergewicht und Spreizfüßen.

Was macht die letzte Reihe? Noch alles bei Bewusstsein? Prima! Dann können wir wieder starten! Wir sollten uns allerdings in einer der kommenden Übungsstunden intensiv mit dem Thema Ernährung befassen … Laktose … ja … sensibel … genau. Nun strecken wie beide Beine und Arme aus und stützen uns darauf. Wir bilden einen Katzenbuckel und recken den Kopf wieder ganz nach hinten … ja, wir sollten uns einmal ernsthaft über das Thema Ernährung unterhalten.

Yoga – tief durchatmen!Der Mensch kann froh sein, dass Flatulenzen nur Geruch, aber keine Farbe annehmen, sonst wäre die Luft in der letzten Reihe jetzt senf-grün oder krampfader-lila. Wie dem auch sei. Nein – den Beliebtheitspreis bekommt man nur, wenn noch 9 Gläser Altbier (pro Person) und fünf Malteser mit auf der Rechnung gestanden hätten. Das rundet erst das Aroma ab. Zurück zur Übung: Wir krabbeln ganz langsam mit den Händen zu den Füßen, richten den Rumpf wieder aufrecht und strecken bitte die Arme in die Höhe, lassen sie dann langsam an den Seiten herunter, und legen sie sanft an die Oberschenkel – an die eigenen; und tschüss bis zum nächsten Mal. Und wie ich mich freue…!

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