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Oh mein Haus, oh mein Auto, oh mein Gott …Manchmal stelle ich mir die Menschheit als Gesellschaft ohne Gott vor – ohne Religion müsste es korrekterweise lauten. Aussprüche wie „oh mein Gott“, „mein Gott“ oder bloß „OMG“ träfen ins Bedeutungslose. Hoffnung und Zuversicht und selbst der Glaube blieben jedoch … allerdings wären sie nicht personenbezogen, sondern frei.

Der Mensch kann sich diese Situation nicht realistisch vorstellen. Er wächst darin auf, seine Eltern taten es bereits und seine Großeltern ebenso. So weit er zurückzudenken vermag, trifft er auf einen Gott. Des Menschen Welt trägt demnach diesen Stempel. Es scheint, als würde die Gesellschaft nicht ohne einen Gott auskommen.

Der Schein kann trügen.

Oh mein Haus, oh mein Auto, oh mein Gott …In den monotheistisch geprägten Ländern stieße das Auge nicht auf ein Kreuz und woanders stünde weder ein Totem, noch ein sonstiger Fetisch als Mahnmal herum. Gäbe es auch kein Oben, als Hort des Himmlischen, so gäbe es auch keine Hölle, als Ort der Buße und Folter und der Verdammnis der gescheiterten Seelen.

Es gäbe keine Zweifler, Nihilisten und auch keine Atheisten. Wozu auch. Der Mensch würde seinen Blick zum Firmament richten, ohne Vermutungen über etwaige Schöpfer anzustellen und der Antipode schaut nach unten, dennoch er nach oben blickt. Betrachtet er einen anderen Himmel? Aber ja. Würde er auch einen anderen Gott betrachten? Bestimmt nicht.

Früher gab es Götter.

Oh mein Haus, oh mein Auto, oh mein Gott …Zu früheren Zeiten war für jede Begebenheit ein separater Gott zuständig. Der Gott des Windes, der Gott des Meeres, des Waldes und so weiter. Ernten wurden der Laune und somit der Verantwortung des Regengottes unterworfen. Früher sprach der Mensch also nicht ohne Sinn von Göttern … und erst viel später setzte sich der Monotheismus durch.

Oh mein Haus, oh mein Auto, oh mein Gott …Würde es in der heutigen Gesellschaft keine Götter oder keinen Gott geben, wäre somit nie einer geboren, dann gäbe es kein Weihnachten. Ohne Geburt wäre aber auch kein Ableben und schon gar keine Auferstehung erforderlich. Ostern fiele demnach auch weg. Und die restlichen, christlichen, also auf der einer Religion aufbauenden Feiertage? Was wäre damit? Und das Wochenende … denn außer Gott wollte niemand am siebten Tage ruhen …

Plötzlich gewinnen die Worte des deutschen Philosophen Karl Marx an Bedeutung: „Religion ist Opium für Volk“ (Zur Kritik der Hegelschen Rechts-Philosophie).

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