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Gott muss hässlich seinUnd diese Hässlichkeit schreckt offensichtlich ab. Man sucht das hübsche, anmutige, verlockende und verführerische. Das wohlig duftende, glänzende und berauschende – das scheint der Teufel zu sein. Der Satansbraten in Person. Also zieht es die meisten Menschen zum Teufel, dennoch sie an Gott glauben?

Die meisten Menschen, eigentlich alle, glauben an irgendetwas. Ob sie es Gott oder sonst wie nennen, spielt dabei keine Rolle. Es ist die Krücke, die sich der Mensch bedient und mit der er meint, besser gehen zu können. Viele Leute geben nicht zu, dass sie an etwas glauben, aber dennoch tun sie es.

Die meisten Menschen stellen sich Gott als wohlwollend lächelnden älteren Herrn mit Vollbart vor, der den lieben langen Tag von seinem Sessel aus auf die Erde schaut und sein Werk kritisch betrachtet. Das ist also sein Job? Er schläft nie, hört alle Gebete und ist für jede Kleinigkeit verantwortlich, hätte er sie doch abwenden können. Katastrophen jeden Umfangs gehen auf sein Konto und ob Frauen und Kinder zu Schaden kommen, scheint ihn keineswegs zu interessieren. Das ist böse.

Das ist zumindest grausam und in jeder Form ignorant. Mit lebenden Menschen, welche so geraten sind, möchte man nichts zu tun haben. Eben. Aber ein Gott?! Da nimmt man Haltung an, geht ehrfürchtig in sich und senkt sein Haupt. Es macht zumindest einen guten Eindruck.

In vielen Ländern ist es üblich an viele Götter zu glauben; einer davon wird schon der Richtige sein. Doch doch, man nimmt die Sache ernst und steht zu all diesen Göttern. Man verschreibt sich eben nicht nur einer einzigen Religion. Viele große Unternehmen unterhalten div. Konten bei den unterschiedlichsten Banken, wenn hier auch das Motiv völlig anders gelagert ist. Aber – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Die hässlichen, stacheligen und den unbequemen Dingen geht man gerne aus dem Wege. Erheblich verlockender erscheint uns das liebliche Lächeln in der Larve des Betrugs. Man verfällt demnach eher der Versuchung. Das hässliche Entlein will niemand beherbergen. Es gerät zur Minderheit, zur „persona non grata“, sogar zum Feindbild.

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