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Leben kann nicht trainiert werden!Eine Person geht mehrmals in der Woche zum Training – zum Kampfsporttraining, um genau zu sein. Angriff und Verteidigung. Einer möglichen Attacke wird mit einer entsprechenden Technik begegnet … wieder und wieder und wieder, bis es sitzt. Bis es der Betroffene „im Schlaf“ beherrscht, schließlich trainiert er es und will sich einem Ergebnis nähern.

Umschnitt. Vorhang zu, Vorhand auf, neue Szene.
Wir alle sind der Kameramann und sogar der Regisseur und das sogar rund um die Uhr, also pausenlos, zu jeder Zeit – immer. Wir betrachten nun eine andere Person. Einen statistischen Mittelwert mit Atemfunktion. Einen Durchschnittsmenschen, der überall wohnt, lebt, arbeitet und es sich gut gehen lässt.

Diese Welt ist voll davon. Voll mit Menschen, die nicht interessant sind, nicht berühmt, unbegabt und langweilig.

Leben kann nicht trainiert werden!Einer davon ist unser Hauptdarsteller und wir beleuchten ihn, rücken ihm auf die Pelle und stellen fest, dass er plötzlich interessant ist und vieles andere auch noch. Was war passiert? Nichts! Man hat die Person nicht verändert, bloß „unter die Lupe genommen“. Das machte sie interessant? Offensichtlich.

Leben kann nicht trainiert werden!Sie isst, trinkt, schläft, schaut fern oder macht etwas anderes. Jeden Tag. Sie setzt sich ins Auto und fährt spazieren, hört Musik, sitzt auf der Couch oder schwatzt mit dem Nachbarn. Ein Mensch wie Millionen andere auch. Langweilig also. Kein Serientäter, kein Drogendealer und kein Betrüger. Aber er ist der Hauptdarsteller … und das steht auf dem Plakat, der Regisseur sagt es und der Kameramann hat den Zoom auf ihn gerichtet.

Nun tritt etwas in die Szene, womit kaum jemand gerechnet hat. Etwas Ungewöhnliches, von dem der Hauptdarsteller noch nichts weiß – oder vielleicht nur unbewusst geahnt hat. Die Situation wird immer „enger“ und der Zoom ist wieder auf den Protagonisten gerichtet.

Herrscht jetzt Spannung? Nein. Niemand kennt die Situation im Voraus, niemand ist Hellseher.

Was ist denn jetzt noch interessant? Alles! Was tut dieser Hauptdarsteller? Er ist darauf nicht vorbereitet gewesen. Niemand hat ihn dahingehend trainiert! Er reagiert, wie ein Monster, befreit sich gewaltsam aus der Situation und wird möglicherweise zu einem Täter – zu einem Mörder.

Leben kann nicht trainiert werden!Gerade noch war diese Person zum Gähnen langweilig und nur einen Atemzug später hat man es mit einem Mörder zu tun. Und der Hauptdarsteller? Das könnte jeder von uns sein? Genau so ist es!

Und nun transponieren wir die gesamte Szenerie in eine Welt, die teilweise nur in der Fantasie von Lutz Spilker existiert und erlangen die Art von Vorstellung, die in seinen Gedanken lebt, wenn er zur Feder greift.

Extreme Situationen, die aus langweiligen Menschen Täter machen, weil sie zu keinem anderen Ausweg trainiert wurden.

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