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Wie konnte das passieren..?Um es gleich vorweg zu sagen: wer sich für flexibel hält, sollte weiterlesen, wer nicht, der nicht. Ein Mensch wird geboren; das ist nichts Ungewöhnliches, kommt auf diesem Planeten täglich und mehr oder weniger unbeachtet vor, landet mal mit mehr, mal mit weniger Aufmerksamkeit als Geburtenanzeige in einer Zeitung und addiert einen weiblichen oder männlichen Nachwuchs. Merke: dieser Neuankömmling wird ohne Zutaten geliefert.

Was jetzt folgt, nennt man, je nach geografischem Kulturkreis, Anpassung, Erziehung, pädagogische Einflüsse und im Zweifelsfalle Kinderstube. Alkoholkonsum, Drogenkonsum, Rauchen, Ladendiebstahl und vor allem Kleidung ist angesagt. Lernen, Langeweile und Hobby und je nach Neigung kommt Make-Up oder auch gerne Schminke hinzu. Dann folgen ein Handy, ein Auto, ein Haus und eine Yacht. Und dann kommt das Internet!

Es ist nervig darauf hinzuweisen, aber wie schon erwähnt wird der Neuankömmling ohne all diese Zusätze geliefert.

Dann geht’s erst richtig los, denn das WWW bietet eine Menge lustige Dinge an. Da wäre Facebook und Twitter, Google+ und YouTube, Xing, Yasni und div VZ’s, die Lokalisten, wer kennt wen, StayFriends oder Jappy und wie viele Punkte weist das Konto in Flensburg oder bei Klout vor. Ist man gesellschaftlich akzeptabel, oder kann sich nicht entscheiden? Hat man die richtigen virtuellen Freunde, wird ordentlich gemobbt und gestalkt, oder trifft man sich lieber mit „Leuten zum Anfassen“? Ist man in den richtigen „Kreisen“, oder twittert man die gähnensten News?

Sind die aktuellsten Firmenpleiten nicht speziell darauf zurückzuführen, dass die Verantwortlichen mit der Nutzung und den gigantischen Vorteilen der sozialen Netzwerke nicht vertraut waren und kaum Erfahrung damit besaßen? Liegt demnach jedem, der diese Fehler wiederholt, ein ähnliches Schicksal in den Karten? Ist der Erfolg dieser Netzwerke also eine Fratze des Grauens, welche sich bei onliner Ignoranz seitens der Anwender gegenüber diesen Communities zeigt? Besteht somit eine unterschwellige Drohung, sich all diesen Netzwerken anzuschließen und diesbezüglich kein Konsumverweigerer zu sein? Hört man nicht unentwegt vom einträglichen Verkauf persönlicher Daten und spielt „Big Brother“ mit jeder Anmeldung in die Hände?

Wahrscheinlich ist es so, oder auch nicht. Opas Skatabend und Onkel Heinrichs Kegelverein sind längst Schnee von gestern, wenn nicht sogar von vorgestern. Das Leben spielt sich im Internet und vor dem Bildschirm ab und die Zahl der Online-Tarife wächst unaufhörlich. Gut so, sagen die einen. Wer flexibel ist sollte nicht vergessen, dass er nackt und unverkabelt zur Welt kam, auch wenn’s nervt.

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