Es ist ja so fürchterlich einfach: man entschuldigt sich öffentlich, macht die sexuelle Entwicklung, die neuerliche Freizügigkeit des Denkens und die sozialen Umstände verantwortlich, gibt der Pornoindustrie einen negativen Effet, weist höflich auf Verjährung hin und lässt die Thematik somit verpuffen, als sei das alles nur ein verlorenes Spiel.
Die zerstörten Schicksale und die dahinterstehenden Menschen werden kaum beachtet und haben zu allem zu schweigen. Das mussten sie schon immer. Geglaubt hat ihnen niemand. Ein Mann Gottes tut so etwas nicht und basta. In Rom ruft man zum Strammstehen, doch wem nützt es jetzt. Die Schlange der Schuldigen wird immer länger. Wann begann es, wann will es enden?
Die Nennung der jeweiligen Orden ist absolut überflüssig, allesamt schauen die Verfehler gen Himmel. Ihre Mission ist eine schändliche gewesen und keiner weiß, wann es den nächsten treffen wird, denn auch die Liste der Opfer ist lang. Man ringt nach Entschuldigungen und Rechtfertigungen. Es trifft die Ohren der Betroffenen wie Hohn. Wut steigt selbst nach Jahrzehnten wieder hoch und wird lediglich durch das gebremst, was schon vor vielen Jahren das Motiv des Schweigens war: Ohnmacht.
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Im Namen des Vaters http://is.gd/8zq4t
Die so oft schon zitierte “Spitze des Eisbergs”:
… und dabei geht nicht um Jesuiten oder dergl.
Es geht um die Sache, die Schande und die Schicksale!
die 50er und 60er Jahre…
Die FAZ titelt:
Aber was nützt es den Opfern? Die Verjährung ist ein willkommendes Netz, in das man sich fallen lassen kann…
lG
Lutz
Der Papst-Brief im originalen Wortlaut vom 10. März 2009