Wie viele Beine gehen in die Stadt?Genau genommen gehen Null (in Zahlen: null) Beine in welche Stadt auch immer. Wenn von Gehen die Rede ist, spricht man selbst seitens der Orthopäden von Füßen, weniger von Beinen. Die Frage ist demnach irreführend und geht maximal als Fangfrage durch. Genau genommen wäre gleichsam zu klären, um welche Stadt es sich handelt. Evtl. ist es sogar eine Großstadt oder vielleicht doch nur ein Dorf.

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Ohne Joker, ohne michWenn alles einfach wäre, könnte es jeder. Und da es nicht so ist, scheint in manchen Dingen ein Knoten zu sein, der nur von Fachleuten oder Glückspilzen entfernt werden könnte. Manches ändert sich mit der Zeit und wenn man nicht am Ball bleibt, gehört man ganz schnell zu den „ewig Gestrigen“. Bringt man als Gastgeschenk eine Flasche feinsten Cognacs oder lieber eine Füllung fürs Benzinfeuerzeug mit, die Ausgaben wäre in etwa gleich.

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Party-TimeEs sind diese Abende, die meist schon am Morgen beginnen und einen regnerischen Mittag beinhalten. Sie enden dann entweder in Unmengen von Rotwein oder in Selbstmord beschleunigender Melancholie. Sämtliche Vorräte an Tempos werden dann aufgebraucht. Aber zum Glück spendiert der Apotheker beim Kauf eines Sechser-Packs Klosterfrau-Melissengeist immer welche. Früher habe ich ja noch Rasierwasser gegurgelt, aber das gibt’s nicht mehr auf Krankenschein.

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Eine Tüte ist eine Tüte ist eine Tüte ist eine TüteEs muss tief in den Menschen schlummern, der Wunsch nach Mehr. Der Horizont will erweitert werden und grelle Farben berauschen die Sinne. Und dann stehen sie da mit den Tüten, stundenlang sind sie Opfer der Linse und des Objektivs und werden fotografiert. Von vorne und von der Seite, auf der Treppe und in der Gruppe, allein und verlassen kommen sie sich dann oft vor. Der erste Rückenwirbel hat sich verabschiedet, so schwer ist die Zuckertüte.

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Haben Sie Plural?Diese schon im Plural erscheinenden Fragen, die, sofern man sie korrekt beantwortet, womöglich völlig falsch verstanden werden, lassen manche Fuge porös werden. „Haben Sie Kinder?“. „Nein.“ „Aha, also keine Kinder.“ „Äh, ich habe ein Kind, also keine Kinder.“ Keine Kinder, ist zwar richtig, aber im Sinne der Frage falsch, also wird man als das abgetan, was hinten mit ….loch endet. So macht es sich der Fragende einfach.

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Kindermund tut seltsam kundWer folgend an Scheuer- oder sonstige Putzmittel denkt, begab sich noch nicht anhaltend in die Nähe von Kindern, oder kommunizierte mit ihnen. Irgendwann wollen oder sollen diese nämlich ata oder atta oder ada oder auch adda gehen. Ja, Kinder sind in manchen Dingen recht eigen. Von alleine kommen Kinder kaum auf derlei Sprach-Sülze, sie müssen es von Erwachsenen aufgeschnappt haben.

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♫ Schlafe mein Kindlein, schlaf ein ♪

Das iPhone als eierlegende WollmilchsauWeißt du wie viel Sternlein steh-he-en… oder weißt du vielleicht wie viel Apps es mittlerweile für das iPhone gibt oder heißt du etwa Rumpelstilzchen? Jedenfalls schmeißt ein britischer Wissenschaftler die Arbeit unzähliger Schlafforscher und das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit mit einer einzigen Smartphone-App namens „Dream:On“ über den Haufen.

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Warum lachen Bäume nichtAuf dieser Erde existieren drei verschiedene Lebensformen, die sich in Pflanzen, Tiere und Menschen unterteilen. Menschen lachen. Humor ist eine dieser Voraussetzungen zum Lachen. Nun könnte daraus gefolgert werden, dass nur dort, wo auch gelacht wird, Humor zugegen ist, bzw. umgekehrt. Das Ergebnis wäre stets dasselbe. Lachen. Tiere lachen auch nicht. Jedenfalls lachen sie nicht sichtbar.

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Den Bartwuchs fördernUnabhängig von regional völlig unterschiedlichen Hormonstörungen, beeinflusst das Dazutun gewisser animalischer Exkremente den Bartwuchs. Vom männlichen Bartwuchs ist die Rede, dennoch es auch einen weiblichen geben soll, der allerdings keinerlei zusätzliches Tuning bedarf.

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Wat is’n It-GirlMit dem Satz „Wat is’n Dampfmaschin“ erklärte Paul Henckels, alias Professor Bömmel im Filmklassiker „Die Feuerzangenbowle“ die Watt’sche Variante der Newcomen’schen Erfindung. Das ist bekannt, besitzt so genannten Kult-Charakter und allein die Rolle des Hauptdarstellers Hans Pfeiffer (mit 3 „F“), gespielt von Heinz Rühmann, machte den Streifen sehenswert. Aber was – zum Geier – ist ein It-Girl? Die beiden Buchstaben I und T veranlassten mich lange Zeit zu denken, es handele sich um eine weibliche Person aus der IT-Branche (sprich: Ei Ti).

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Wie man es machtZwei Dinge werden weltweit gleich verstanden: Musik und Lachen. Die Musik beruht auf Noten, und die werden gespielt. Wie sie gespielt werden, gibt der Komponist schriftlich vor. Man sieht also sofort, ob das Stück langsam oder schnell, tragend oder freudig, laut oder leise gespielt werden muss. Sicher, die Voraussetzung ist hier das Notenlesen, aber dann klingt das Stück weltweit gleich.

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Du wirst ein EngelUnd dann wachsen dir Flügel und du kannst fliegen. Aber meistens stehst du nur irgendwo zur Zierde, zur Dekoration oder zur Untermalung herum. Aus Marmor, aus Granit oder aus Pappe, um den Weihnachtsbaum zu komplettieren und 100% Achtungsverlust zu produzieren. Vielleicht kommst du sogar schon zu Lebzeiten an den Namen, weil du höflich und freundlich bist und man dich wegen deines liebreizenden Gesichts Engel nennt. Die Chance mit einer Kurzhaarfrisur Engel genannt zu werden, ist mehr als gering. Engel scheinen per se lange Haare zu haben.

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Sie haben kein Handy?Immer wieder werde ich damit konfrontiert, dass mein Gegenüber voraussetzt, ich besäße ein Handy. Es ist aber nicht der Fall und die Chance, dass es sich jemals ändert, ist extrem gering. „Ich geb’ Ihnen mal meine Mobilnummer…“, beginnen einige Leute ihren Kommunikationskatalog aufzublättern. Und so erstaunt es mich überhaupt nicht, zum 14 millionsten Mal die Frage zu hören: „Was! Sie haben kein Handy?“ Fehlt mir der Kopf? Kann ich ohne Maske in einer Geisterbahn arbeiten? Habe ich drei Arme? Was ist mit den Leuten los? Der eine ist lutev (lutherisch evangelisch) und ein anderer ist römkat (römisch katholisch).

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FerngesteuertIrgendetwas war anders als sonst. Bloß was? Was war es? Er wachte auf und spürte eine Veränderung, aber er konnte nichts feststellen. Also begann er den Tag so, wie er jeden Tag startete und ging in die Küche, um die Kaffeemaschine zu bestücken. Bevor er die Wohnung verließ, trank er zuhause noch eine große Tasse Kaffee und ging danach ins Bad. Zuhause ist es auf dem Klo irgendwie anders. Da weiß man wer zu letzt drauf war und ist gewohnter Umgebung. Hier hat alles seinen Platz und man muss niemanden nach irgendetwas fragen.

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PatchworkSie ging stramm auf die 25 zu und merkte, dass da noch mehr war, als ihre beiden Kinder, die sie mittlerweile allein erzog. Er war schon vor Jahren gegangen. „Schnauze voll“ meinte er und „bin nicht zum Vater geeignet“ setzte er noch nach. Und dann packte er sein Bündel und ging einfach, ohne sich umzudrehen. Da stand sie nun mit den damals noch ganz kleinen Kindern. Keiner weiß wo er steckt, er hat sich nie mehr gemeldet. Sein Geist, oder zumindest ein Teil davon, schien dort geblieben zu sein. Sie konnte ihn nicht sehen, aber es roch immer noch nach ihm.

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„Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.“
Mark Twain (1835-1910), eigentl. Samuel Langhorne Clemens, amerik. Schriftsteller