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Die Rache der MärchenwesenEndlich besitzt das Buch nicht nur einen Platz im Verkaufsregal bei AMAZON, sondern auch eine eigene Webseite bei FACEBOOK. Es tat Not, sagen die einen und es wäre verzichtbar, meinen die anderen. Es tat Not, denn viele Fragen können sich ebenso viele Leser nun selbst beantworten, sich im Vorfeld informieren und auf diese Weise einen Überblick erhalten.
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Im Dialog mit sich selbstEs ist immer wieder derselbe Dialog. Der Mensch wähnt sich als unzulänglich. Die ihm völlig unbekannte Person zerrt permanent an ihm und fordert mehr. Von allem mehr, ständig mehr. Diese scheinbaren Defizite sind es, die es niemals zu der Perfektion kommen lassen, die jedoch angestrebt wird. Minderwertigkeit bietet sich als Zielscheibe an, doch es ist die Eitelkeit des Geistes.
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Der minimale Augenblick der GegenwartAlle auf dieser Erde befindlichen Lebewesen nehmen sich wahr. Es liegen drei Zeiten zugrunde: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aus der Vergangenheit kommend, in der Gegenwart nicht verharrend, sondern sich zur Zukunft hin bewegend, wird der Augenblick der Gegenwart lediglich durch die Synchronität wahrgenommen. Die – einem Ballet – gleichzeitige Aktion der Existenz auf diesem Planeten ermöglicht die gegenseitige Wahrnehmung.
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Und plötzlich waren wir „deutsch“.Das ist es also, das globale Denken. Das „über die Grenzen hinweg denken“ und sogar das „über den Verstand denken“. Dachte der Mensch nicht nur sinn-, sondern auch sinnesgemäß, so erfährt er plötzlich eine Wahrnehmung, die über seine Sinne hinaus zu funktionieren scheint. Die Akzeptanz der Wahrnehmung außerhalb der Sinne. Darauf wurde der Mensch mittlerweile konditioniert.
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Anders als Prolomos

Anders als ProlomosSeltsam sah es aus, wie sie sich fortbewegten. Sie machten drei Schritte vor und dann zwei zurück. Also machten sie eigentlich nur einen Schritt vorwärts. Manchmal liefen sie deswegen irgendwo gegen, stießen sich den Kopf an oder rempelten mit einem anderen Prolomo zusammen. Die Vorwärtsbewegung war sehr anstrengend. Es war aber Tradition, und wurde seit Generationen so vollführt.
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Keine Nachrichten

Keine NachrichtenWie einsam, verlassen und völlig entrückt man sich fühlt, wenn der Fernseher streikt und keine Nachrichten den Tag einläuten. Auch das Internet bietet keine große Hilfe, wenn der Fernseher als Monitor genutzt wird, aber – wie erwähnt – streikt. Dann ist der Tag hin; zumindest jedoch völlig anders. Irritiert gehe ich ans Fenster. Schwein gehabt, das Wetter ist noch da. Aber welche Temperaturen werden erwartet? Ich fühle mich kommenden Erwartungen gegenüber nicht angemessen vorbereitet.
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Dabei ist alles bloß ein SpielDas Wort Spiel klingt nicht so bedrohlich wie das Wort Leben. Leben heißt Pflichterfüllung, Verantwortung und auch Dauer, da das Leben beginnt und endet. Das Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Und dann wird es spekulativ. Wann beginnt der Tod und wann endet er? Unterliegt der Tod demnach einer wahrnehmbaren Dauer? Ist der Tod dann nicht auch eine Art Leben und existiert bloß in einer anderen Dimension? Besitzt der Tote während seines Totseins auch ein Bewusstsein? Falls nicht, ist das Wissen um den eigenen Tot doch sehr vage. Kehren wir also zurück zum Spiel.
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Gruseln will gelernt seinSich einfach zu gruseln ist nicht mehr gefragt: Jetzt kommt das professionell ambitionierte Gruseln im Geschenkkarton mit den zubuchbaren Modulen, Folter, Ekel und Schock daher. Die Geisterbahn im eigenen Kopf, das Gruselkabinett fürs kleine Geld, die Notaufnahme für schwache Nerven. Wenn hinter jeder Türe der Herzstillstand lauert und die ratternde Kettensäge zum ständigen Begleiter geworden ist, wenn das Grusel-Diplom an der Wohnzimmerwand zeigt, dass dort ein Spezialist wohnt, dann erst hat man es geschafft.
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Ein Löffel für Onkel Fritz…… und einen für… und dann wurde die ganze Verwandtschaft gefüttert, rein imaginär natürlich. Es war die alltägliche Speisung der Geister, und jener, die in keinem bekannten Verwandtschaftsverhältnis zu der Person stand, die es vorrangig zu füttern galt. Ein Kleinkind ohne die Möglichkeit, sich dieser nicht enden wollenden Lügenstaffel zu widersetzen. Postboten und Hausmeister, Nachbarinnen und Freundinnen wurden zur Verwandtschaft erhoben. Auch war stets zu befürchten, dass es ohne diese Zeremonie nie zu einem Sättigungserlebnis geführt hätte.
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Schreiben ist wie töpfern mit Worten.Das gesprochene Wort ist sofort hörbar, brauch- und erwiderbar. Das Geschriebene nicht. Das kann stundenlang ausgebessert, korrigiert und sonst wie geändert werden. Es ist nicht in Stein gemeißelt, solang es nicht publiziert wird. Das wird oftmals unterschätzt, wenn Autoren in Interviews nicht umgehend die Worte finden, die der Zuschauer aus den Büchern von dieser Person gewohnt ist. Autoren ringen dann nach der von ihnen gewohnten Ausdrucksweise und beginnen nicht selten verbal zu straucheln.
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Viel hat der Bauer auf dem Wagen!Es liegt schon einige Jahre zurück, als man mich mit diesen Worten erstmals konfrontierte, und offengestanden begriff ich den Sinn seinerzeit überhaupt nicht. Dass Quantität sich von Qualität zu unterscheiden hat, transportierten die Lehrer früherer Zeiten so. Bauer und Wagen spielen also nur eine untergeordnete Rolle, die den Spruch allerdings zu einem Sinnbild geraten lassen. Vorrangig handelt es sich allerdings um eine Menge und deren Beschaffenheit.
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Dran bist du noch lange nicht…Es ist diese völlig unbekannte Position, der der Mensch willenlos ausgeliefert ist, sich ihr jedoch ergeben wird, und zwar ohne Alternative: der Tod. Angenommen, die Kante des Tisches vor dem man sich gerade befindet stellt das eigene Leben dar. Links beginnt diese Tischkante, also auch das Leben, und rechts hört sie auf, also auch das Leben. Irgendwo dazwischen befindet sich das Jetzt – aber wo. Noch am Anfang oder schon am Ende? Mehr links oder mehr rechts? Wieviel Zeit ist schon verstrichen, und wieviel Zeit bleibt noch?
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Valentinstag

ValentinstagUngeübt stehen sich die Debütanten gegenüber. Schüchtern und unwirsch wirkt ihr Handeln. Wünscht man seinem Gegenüber nun etwas Herzliches oder reicht man besser Blumen, oder sogar die Hand? Schnittblumen oder Topfpflanzen? Hier zeigen sich die Erziehungsdefizite. Konfekt wäre auch eine Möglichkeit, und die deutet klar auf Nahrung hin. Vor oder nach der ersten Mahlzeit? Also wäre es eventuell doch von Sinn einen „Gesegneten Appetit“ zu wünschen?
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Die Sprache, das falschverstandene Geräusch. Wild gestikulierend sitzen Leute irgendwo und unterhalten sich. Die Handbewegungen besitzen jedoch nur für den die richtige Bedeutung, der mit dieser vertraut ist. Wie verstünde es eine Person, welche dem Geschehen den Rücken zeigt? Gar nicht. Personen ohne die Fähigkeit sehen zu können stünden ebenso unbenommen da. Sprache soll doch aber der Verständigung dienen, und kein Unverständnis produzieren.
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Vergleichbarkeit

Vergleichbarkeit„Du willst dich doch nicht etwa mit dem/der vergleichen?“ Eine Frage, die oft nicht ohne Wirkung bleibt. Um der Vergleichbarkeit auf die Sprünge zu helfen, wird sich auf die Leistung bezogen, nicht auf die mit einer Leistung verbundene Person. Was steht also einer leistungsbezogenen Vergleichsmöglichkeit im Wege? Ein Metermaß, eine Stoppuhr, eine geschulte Zunge oder ein scharfes Auge? Im Notfall von allem ein wenig.
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