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Als ob…

Als ob…Das Begehen einer Treppe aufwärts heißt, eine Stufe nach der anderen eine Ebene zu erreichen, die sich höhenmäßig von der darunterliegenden unterscheidet. Je mehr Stufen auf dem Weg nach oben erklommen werden, desto höher ist die errungene Position. Mit zunehmendem Gewinn an Höhe verlangsamt sich gleichsam der Aufstieg. Niemand weiß jedoch wie hoch es geht, denn dann wäre das Ende bekannt und das ist nicht der Fall.

Wir schauen einer Kuh beim Grasen zu. Sie frisst und kaut usw. Schauten wir einem Menschen beim Essen zu, würden wir vermuten, dass irgendwas in seinem Kopf vorgeht. Wir nennen es denken, überlegen, grübeln usw. Auf dem Teller des Menschen befinden sich unterschiedliche Angebote: Kartoffeln, Gemüse, Fleisch oder Fisch usw. Er isst möglicherweise häppchenweise und das reihum. Aber nach welchen Kriterien wählt er?

Wählt eine Kuh auch oder ist die Butterblume gleich dem Gänseblümchen und das gehört zum Angebot namens Nahrung. Demnach würde eine Kuh nicht unterscheiden? Warum nicht? Weil sie nicht denken kann? Wie käme eine solche Behauptung zustande? Der Blick in die Augen eines Hundes, einer Katze oder eines anderen geliebten Wesens, welches nicht der Gattung Mensch zugehörig ist, macht wieder den Treppengang klar.

Als ob…Die Stufe, von der man schaut, ist nicht die Stufe, auf die geschaut wird. Bringen wir den Dingen das erforderliche Verständnis gegenüber auf? Dazu bieten sich zwei Möglichkeiten an. Man schaut von der errungenen Position auf die andere. Man schaut somit von oben herab. Diese Art von Verständnis wird als arrogant bezeichnet, dennoch sie die meistgebrauchte ist. Sie ist bequem, erfordert keinerlei Besonderheiten und schafft Kenntnisnahme durch Wahrnehmung.

Die Alternative gestaltet sich erheblich aufwendiger, fördert dann aber tatsächliches Verständnis. Man muss sich auf das gleiche Niveau bewegen und das würde Abstieg bedeuten. Und dann versteht man eine Kuh, den Hund oder den Goldfisch? Keinesfalls. Man wird ihm in Sachen Evolution immer um viele Hundert Millionen Jahre voraus sein oder um es in Treppenstufen zu sagen: etliche Etagen.

Also besteht noch keine Möglichkeit die Gehirne zu Synchronisieren? So zu tun, also ob man selbst die Katze oder der Hund wäre, um die „Denke“ verstehen zu können? Bisher noch nicht.

Immerhin ist es jedoch schon möglich einem Mann die Geburtsschmerzen mittels einer Simulation zu vermitteln und das ist, den Aussagen der Probanden nach zu urteilen, eine Tortur … eine Folter … eine Geburt.

Als ob…Ebenso ist es möglich die Wahrnehmung in Sachen Sehen und Hören derart zu manipulieren, sodass gewisse Zustände emuliert werden können. Wie sieht und hört ein alkoholisierter Verkehrsteilnehmer? Prismen und Kopfhörer bieten Lösungen. Wie ist der Bewegungszustand eines 80-jährigen? Spezielle Overalls bringen diese Erfahrungen herbei. Wie sieht ein Farbenblinder? Das kann jeder an seinem Bildschirm selbst feststellen, indem er die Farbwerte auf 0 (Null) stellt. Ebenso ist es bei farblichen Selektivschwächen.

Und irgendwann wird es auch eine Möglichkeit geben, den Zustand einer grasenden Kuh zu erfassen und man wird sich wahrscheinlich erschrecken, wenn man feststellt, dass sie über völlig andere Dinge nachdenkt, als ihre Freundin auf der anderen Weide … genauso wie die Person an Tisch 7 über andere Dinge nachdenkt, als die Person an Tisch 9.

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