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Ist die Krise endlich überstanden?Es geht wieder aufwärts mit der Deutschen Wirtschaft, die Auftragsbücher füllen sich wieder, die Lebensmittel sind teilweise günstiger als jemals zuvor und Sonnenschein zeigt sich auf vielen Gesichtern. Freude kommt auf, wenn die staatlichen Subventionen, welche als finanzielle Hilfe zur Unterstützung maroder Unternehmen gedacht waren, in die Taschen derer fließen, welche zuvor und aufgrund mangelnder Liquidität ohne gewohnte Boni auskommen mussten.

Wenn Politiker mit Steuergeldern verfahren, als fiele Geld säckeweise vom Himmel und sich Dinge erlauben, die, moralisch betrachtet, so ganz und gar nicht krisengebeutelt daherkommen. Wenn ein Land mit erheblichen Verpflichtungen imstande ist, sich einen ganz speziellen Luxus erlaubt, der mit dem Wort „Krise“ keinesfalls in Einklang zu bringen ist. Dann taucht nach einer bestimmten Zeit und es dient offensichtlich der allgemeinen Mutmachung, die Frage auf, ob diese Krise nun endlich überstanden sei.

Welche Krise eigentlich? Wem hat’s denn geschadet? Nun? Dem einen oder anderen Anleger? Der ist den Bach runtergegangen? Das passiert täglich und kein Hahn kräht danach. Das ist Risiko und wer spekuliert weiß das. Niemand besitzt Anspruch und auf Gewinn schon gar nicht. Ein Schuldiger muss her und den findet man auch. Mal ist es eine Krise, mal ist es das Wetter, mal ist es eine Mahlzeit, die sich schwer verdauen lässt; Hauptsache es trifft einen Schuldigen, jedoch nicht sich selbst.

Was hatte sich geändert, was sah plötzlich anders aus? Eben. Haben sich während der Krise die Nobelkarossen von den Straßen verabschiedet, stellte der Feinschmeckerladen seine Dienste ein, klagten Juweliere oder Edelschneider über persönliche Defizite? Eben. Ein paar Unternehmen klagten über Sodbrennen, aber das ist immer so. Verfolgt man den Wirtschaftsteil der Tageszeitung, so geht es irgendwelchen Firmen mal gut, mal weniger gut und Arbeitsplätze stehen dabei ständig an der Frontlinie.

Die Fettleibigkeit der Menschen hierzulande, war noch nie so hoch, wie momentan. Und das weist auf eine Krise hin? Hotels und andere, speziell für übergewichtige Urlauber konzipierte Ferienanlagen liegen im Trend. Wegen einer Krise?

In der Wirtschaft lässt sich seit ewigen Zeiten ein „Up und Down“ erkennen. Mal steht man im Tal, mal steht man auf des Berges Höhen und erfreut sich des guten Ausblicks. Das ist weder neu, noch krisenhaft, geschweige beängstigend. Es ist der Lauf der Dinge und bei einer Achterbahnfahrt findet es so mancher ganz unterhaltsam. Das setzt Hormone frei, das macht Laune, das verdrängt die Langeweile, das ist Action pur.

Hier wird ein neuer Minister präsentiert, dort will man Arbeitsplätze schaffen, multi-kulti soll es einhergehen und wenn es nicht die Gewerkschaften sind, die etwas fordern, dann sind es andere. Hauptsache ist jedoch: man fordert. Mehr dies und mehr jenes – also von allem immer ein wenig mehr. Alles muss steigen, wie ein bunter Ballon gen Himmel. Und wenn bei einer solchen Ballonfahrt der Brenner versagt, liegt es bestimmt an einer Krise.

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