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Category Archive for 'Kurzgeschichten'

Eines Tages oder gestern

Dann wird jedem verheirateten Paar das statistische eins Komma zweite Kind erlaubt. Die vorherige Vorlage der amtlichen Dokumente über die geschlossene Ehe versteht sich als Bedingung. Auch der Nachweis eines gültigen Mietvertrages ist automatisch zu erbringen. Schließlich hat ein Ehepaar Anspruch auf eine Zwei-Zimmer-Wohnung von exakt 18 Quadratmetern.

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Kanal 4

Wahrscheinlich bildete er es sich bloß ein, denn ständig fuhr irgend ein verdächtiger LKW hinter ihm her, dessen Verdächtigkeit bloß das Ergebnis seiner lebhaften Vorstellungskraft war. Vielleicht liegt es auch an der Langeweile, die sein Beruf mit sich bringt, zumal er selbst den ganzen Tag auf dem Bock sitzt, wie man es in seinem Jargon […]

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Das blaue Pflaster

Es beginnt alles mit der fast schon an Naivität grenzenden Ansicht, dass nichts passiert, was später Stirnfalten erzeugen könnte. Und so entsteht dann auch ein Privatporno. Alles soll professionell wirken und den Anschein hemmungsloser Hingabe erwecken. Die Handlung wird demzufolge groß abgesprochen und im Notfall die Improvisation in Betracht gezogen.

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Meuterei auf der Bounty

Jahrelang befährt er schon die Weltmeere und jahrelang ist er immer nur für kurze Zeit daheim. Aus jedem Land, in dem sein Schiff vor Anker ging, schickte er seinen Lieben eine Postkarte. Mittlerweile nahmen sie schon eine ganze Wand ein. Seine freie Zeit an Bord verbringt er am liebsten mit dem Bau von sogenannten Buddelschiffen. […]

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Der sprechende Keks

So wie jeden Tag, führte ihn sein Weg von der Arbeit direkt in dieses gemütliche Café, in dem er sich an seinen angestammten Platz setzte und der Gewohnheit entsprechend einen – wie er es nannte – Feierabendkaffee zu sich nahm.

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Der Schaufensterbummel

Langweilig wurde es nie. Schaufensterbummel nannten sie ihren Rundgang der dienstlichen Art. Mitten in der Nacht führte sie ihr Weg tagtäglich durch die hell erleuchteten Ladenpassagen der Innenstadt und vorbei an den abwechslungsreich und bunt dekorierten Schaufenstern der großen Kaufhäuser.

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Das Fell des Maulwurfs

Bis auf einige wenige Überlebende, raffte ein apokalyptischer Atomkrieg die gesamte Menschheit dahin. Irgendwann war er jedoch vorbei und es bestand keine akute Bedrohung mehr. Die Wenigen, welche die Katastrophe unterirdisch überstanden hatten, blieben der Zukunft erhalten und bevölkerten die Erde ein weiteres Mal.

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Kauzig war immer das richtige Wort, wenn es darum ging, Onkel Alfred zu beschreiben und genau genommen war er gar nicht Fabians Onkel, sondern sein Großonkel. Schrullig wäre auch noch ein passender Ausdruck gewesen, der ihn charakterisiert hätte. Seine Stimme klang knarzig und jeder war stets froh darüber, dass er allgemein sehr wenig sagte.

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Der Glücksbringer

So wie er jeden Tag das Haus verließ, ging er auch an diesem Morgen schon sehr früh zur Arbeit und das tat er bereits seit etlichen Jahren. Melvin war als Straßenkehrer der städtischen Betriebe beschäftigt und mit seinem Job sehr zufrieden. Auf ihn war Verlass und auch seine Pünktlichkeit war geradezu sprichwörtlich.

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Die beleuchtete Dunkelheit

Augenscheinlich war schon lange niemand mehr dort. Die Spinnweben an der Türe ließen darauf schließen. Der Lichtschalter funktionierte nicht. Vielleicht befand sich gar keine Glühbirne in der Fassung.

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