Archiv für die Kategorie: “Erinnerungen”
woran ich mich deutlich erinnere
An manchen Wochenenden fuhren wie alle zusammen im Auto nach Oberhausen. Dort wohnten Oma und Opa, die Eltern meines Vaters. Einerseits freute ich mich auf den Besuch, andererseits hielt sich meine Freude in Grenzen und das lag nicht zuletzt an den Gewohnheiten, die sich meist gegen Ende zeigten.
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Popularity: 1% Schlagwörter: anziehen, ausziehen, Autofahrt, Besuch, Cousins, Damit Man, Familie, Galt, Hof, Ins, Kaffee, Kakao, Oberhausen, Oma, Oma So Lieb, Opa, Pullover, Reden, Ruhe, Schaf, schlafen, Schweinebraten, Tochter, Treffen
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„Ich habe euch gesehen…“ sagte ein Schulkamerad zu mir, „im Wald und ihr gingt Händchen in Händchen!“ fuhr er fort. Plötzlich stand ich da und fühlte mich ertappt. Dass man mich, bzw. uns im Wald sah, machte nichts. Ich sah daran nichts Verwerfliches. Aber diese Beschreibung „Händchen in Händchen“ rief in mir so etwas wie „ertappt“ hervor.
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Popularity: 2% Schlagwörter: Botschaft, Felder, Freundin, Kamerad, Klasse, Klassenkameradin, Nachricht, Scham, spazieren, Wald, Wiesen, Zusammengehörigkeit
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Wenn man von einem unbeschreiblichen, recht eigentümlichen Gefühlt eingenommen wird, dann kann man sein wo man will, man spürt, dass es Weihnachten ist. Die dazugehörigen Zeremonien beginnen und plötzlich tritt etwas längst vergessenes in den Vordergrund: es ist die eigene Kindheit. Es ist nicht der prachtvoll geschmückte Baum, nicht der Klang bekannter Weisen und es ist auch nicht der Geruch in den Räumen.
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Popularity: 2% Schlagwörter: Baum, Christkind, Freude, Geborgenheit, Geruch, Geschenke, Himmel, Kinderaugen, Kindheit, Lieder, Ruhe, Sterne, Weihnachten, Weihnachtsmann, Weisen, Zeremonien
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Unzählige Buchseiten füllen das Thema und mindestens ebenso viele schlaue, wie auch weniger schlaue Leute haben sich dem Thema schon angenommen: Pubertät. Irgendwie ist das alles an mir vorbei gegangen. Weder Akne noch merklicher Stimmbruch, plötzlich eintretender Bartwuchs oder sonstige Merkmale begleiteten mich. Ich pubertierte so still vor mich hin. Das Einzige was ich spürte war, dass meine Hose permanent zu eng schien.
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Popularity: 3% Schlagwörter: Akne, Bartwuchs, Berührungen, Bilder, Dauerlatte, Freundin, Gerüche, Internet, Kataloge, Magazine, Porno, Pubertät, Sex, Stimmbruch, Unterwäsche
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Meine Eltern waren damals beide berufstätig. Als Kind allein zuhause zu sein entsprach keineswegs den allgemeinen Vorstellungen. Bevor ich eingeschult wurde, verbrachte ich den Tag in einer Kindertagesstätte, einem sogenannten Schwedenheim. Noch bis zum heutigen Tage weiß ich nicht, warum man „Schwedenheim“ sagt/e.
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Popularity: 2% Schlagwörter: Kakao, Kernseife, Kindergarten, Kindertagesstätte, Kita, Malzbonbon, Mittagsschlaf, Pritsche, schmutzige Wörter, Schwedenheim, Streuselkuchen
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Taschengeld gab es. Davon durfte ich alles kaufen, was mich und meine Belange anging. Schulhefte und solche Sachen oder Kleidung betraf es nicht. Wollte ich eine Portion Pommes Frites haben, bezahlte ich sie von meinem Taschengeld. Das System war recht simpel. Ich bekam 50 Pfennig Taschengeld pro Woche und das Doppelte dazu, was von der Vorwoche übrig blieb, allerdings musste ich das Übriggebliebene vorzeigen. Meistens bleib nichts übrig.
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Popularity: 2% Schlagwörter: Gabel, Hit, Licht, Lied, Messer, Platte, Radio, Schallplatte, Schere, Single, Song, Taschengeld, Text, Vicky Leandros
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Das in unserem Nachbarland Österreich bekannte Wort „Blunschli“ bezeichnet ein Ding oder eine Sache, die man zum besseren Erinnern an-was-auch-immer zur Hilfe hat. Als Beispiel ließe sich hier die Gesichtsbehaarung eines Politikers erwähnen, zumal man sich daran erinnert, an seinen Namen jedoch eher weniger. Mein Blunschli war das seitliche Zubinden der Stiefel und das ist, bzw. war seinerzeit nicht in den Vorschriften dokumentiert.
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Popularity: 2% Schlagwörter: Besäufnis, Blunschli, Brummkreisel, Fighter, Gesichtsbehaarung, Haarspray, Hängolin, Kriegsdienst, KWEA, Lover, Schuhcreme, Schützenstand, Stiefel, Wehrdienstverweigerung
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Eine eigenmächtige Verlängerung des Weihnachtsurlaubs und die gleichsame Inanspruchnahme der Silvesterdienstbefreiung, brachten mir nicht nur ein weiteres Diszi, sondern auch „Nachdienen“. Schließlich muss man die Zeit als „W15er“ auch in voller Länge absolvieren. Diese nachzudienenden Tage gestalteten sich recht amüsant, zumal ich vollausgekleidet war und ein gelber und ein roter Socken beim morgendlichen Antreten kurios in Erscheinung traten.
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Popularity: 4% Schlagwörter: Antreten, Bundeswehr, BW, Dienst, Dienstgrade, Dienstplan, Feldwebel, Nachdienen, Oberfeldwebel, Plan, Portepee, Schulterklappen, Unteroffizier
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Ich war der Drittlängste, also stand ich in der vordersten Reihe als Erster beim Antreten der Batterie. Es heißt bei der Artillerie nicht Kompanie, sondern Batterie. Vorne als Erster zu stehen hatte nur einen Vorteil, man musste sich nichts merken. Alle anderen gesellten sich drum herum. Der Nachteil war jedoch, dass man unweigerlich vorne stand, im Fokus sozusagen.
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Popularity: 8% Schlagwörter: Bundeswehr, Kanada, Kaserne, Kommandeur, Munition, Munitionsteile, Oberstleutnant, Panzer, Scharfschießen, Shiloh Ranch, Souvenir, Stahlhelm, Wach-Kompanie
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Eigentlich sollte ich Fahrer werden, doch der Sehtest fiel nicht dementsprechend aus und man machte aus mir einen Kanonier. Selbstverständlich muss es die Bundeswehr geben, sagen die einen. Aber zu diesen gehörte ich nie. Mich sprach das alles nicht an und die unentwegte Rede vom Feind kam mir an jedem neuen Tag ein wenig lächerlicher vor. Zunächst drängte sich ein Haufen junger Männer in einen Zug nach Munster.
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Popularity: 3% Schlagwörter: Biwag, Bundeswehr, Feind, Feindbild, Gehorsam, Krummfinger, Maßband, Soldaten, Tarnanzug, Tarnfarbe, Tarnung, technischer Dienst, Uniform, Vorschriften
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