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Freiheit, die ich meine ...Doch da ist die Familie. Die Frau und die Kinder. Sie wollen ernährt und versorgt werden. Der Versorger muss sich unterordnen, sich anpassen und seinen Pflichten nachkommen. Tag für Tag. Bedeutet diese Ordnung Zwang oder Freiheit?

Existiert diese Freiheit eigentlich? Ist sie tatsächlich vorhanden? Wurde sie nicht eventuell bloß zur Darstellung eines Gedanken propagiert? Eine Konstruktion auf Papier? Die Karotte am langen Stock vor der Schnauze eines Esels? Hat sich der Mensch schon lange an diesen Zustand gewöhnt und träumt nur noch von einer Freiheit, die es so gar nicht gibt?

Vielleicht gab es einmal diese Freiheit. Vielleicht konnte sich der Mensch tatsächlich einmal frei entscheiden. Vielleicht musste sich der Versorger nicht unentwegt irgendwelchen Erwartungen beugen, beziehungsweise ihnen entsprechen.

Permanente Zwangshandlungen stehen im Zwist gegen die Freiheit im Ring. Demzufolge besitzt die Freiheit einen potenziellen Widersacher und der stammt sogar aus den eigenen Reihen. Das Erfüllen von Wünschen, die sich bereits im Vorfeld erahnen lassen, weil sie zur Ordnung der Gesellschaft gehören, sind bloß eine Art der unentwegten Unterwerfung, die schon lange nicht mehr als Fessel erkannt wird.

Nicht zuletzt wird dieser Zwang durch die anerzogene Anpassung, zur Gesellschaft gehören und von ihr akzeptiert werden zu wollen, unterstützt. In seiner früheren Erscheinung, jagte der Mensch einer Nahrung hinterher und sättigte damit auch jene, für die er sich verantwortlich fühlte.

Mittlerweile vollführt er es mit den Raten für Haus, Auto und Urlaub. Schon damals drohte sich die Pflicht erfüllende Unterwerfung an. Doch mit der Zeit perfektionierte sie sich. Existiert diese Freiheit möglicherweise gar nicht? Bleibt sie bloß ein Traum, eine Illusion, ein Gespenst? Wird der Gedanke darum bloß aus Gründen der Tradition aufrechterhalten? Dann ist Freiheit also doch die Karotte, die dem Esel an einem langen Stock vor die Nase gehalten wird?

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