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Freiheit … (Kunst und Schuld) …… besteht letztlich auch darin sich so entscheiden zu können, wie es gerade gefällt. Moment … hier geht es doch gar nicht um das oder den Gefallen, sondern um die Entscheidung und die sollte nicht von irgendwelchen Stimmungsschwankungen, Zeitgeistern oder vermuteten Gefälligkeitsbekundungen Dritter abhängen. Stellt eine Oper nur dann etwas von Wert dar, wenn der Schlussapplaus ein Heftiger war?

Tja. Genau darum geht’s und damit ringe ich.
• Kunst versus Kommerz?
• Kunst als Kommerz?
• Kunst ist Kommerz?
• Kunst und Kommerz?

Hat das eine überhaupt etwas mit dem anderen zu tun?

Was stellt Kunst eigentlich dar?
• Eine Kommunikation?
• Ein Ausdruck, der keine verbale Sprache transportiert?
• Ein Gefühl?
• All das und noch viel mehr?

Kann man Radio hören, ohne ein Gerät zu besitzen? Nein. Es bedarf eines Empfängers. Dasselbe Prinzip findet sich beim Empfang aller Signale. Entsteht oder besteht zur Kunst kein Empfang, wird Kunst nicht wahrgenommen, nicht verstanden oder gar missachtet (man besitzt keinen „Draht“ dazu … kann das weg oder ist das Kunst …?).

Der eine tanzt oder malt, der andere musiziert, ein nächster steinmetzt oder schnitzt und ein ganz anderer schreibt Gedichte, Geschichten oder Rezepte, Bedienungsanleitungen oder Kolumnen. All das ist Kunst? Ja. Es ist eine Form des individuellen Ausdrucks ohne den Anspruch auf Gefallen. Es gefällt dem, der es schuf. Würde es jedem Gefallen, wäre es Kommerz.

Und genau hier beginnt der Gedanke im Kreis zu laufen. Wem will man also wirklich dienen? Sich? Anderen? Ist man ein Kind der Zeit oder dessen Zögling, wie es Schiller ausdrückte? Ist der, allein auf einer Insel lebende, frei von Kunst? Wem würde seine Kunst gefallen können, so er welche produzierte? Er ist allein. Außer ihm ist niemand da. Ist es dann genau das Unverständnis, gegen das Künstler oft stoßen? Sie senden etwas aus, doch treffen keine Antenne an … keinen Draht?

Und was tun sie dann? Sie scheitern. Sie schmeißen alles hin, blockieren sich selbst und geben sich keine Chance … weil ihnen am Wohlgefallen Dritter gelegen ist? Kein Applaus, kein Preis, keine Anerkennung. Und dann entsteht die Zuweisung einer Schuld.

Hat Kunst etwas mit Schuld zu tun?

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