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Der liebe Gott

Der liebe GottUnd dann beginnt er, dieser verhohlene Vorwurf, dass Gott all die Dinge zulässt, die mit den Attributen ›grausam und ungerecht‹ versehen werden könnten. Er, der er doch als gerecht gilt – aber gleichzeitig auch als gütig, tolerant und wohlwollend. Das macht ihn aus?

Schaut er nicht genau hin? Ist ihm manches egal? Wird er abgelenkt? Besteht seinerseits kein ernsthaftes Interesse mehr an seiner Schöpfung? Schließlich schuf er eine andere Welt, in der es allerdings schon in den Anfängen kriselte, liest man einmal die Schöpfungsgeschichte.

Entspricht es dann bloß der Ehrfurcht, wenn er trotzdem ›lieb‹ genannt wird? Es geht also nicht um seine geografische Verortung. Gott – so heißt es zumal – ist im Himmel und ein Himmel befindet sich überall. Dort weilt er im Kreise von himmlischen Wesen.

Macht es ihm nichts aus, wenn unentwegt über ihn gesprochen wird, dennoch ihn – genaugenommen – niemand kennt? Das Gerede über ihn kann er noch nicht einmal beeinflussen. Möglicherweise will er es auch gar nicht. Vielleicht amüsiert es ihn oder er ärgert sich darüber und lässt darum all die Dinge zu, die der Mensch infrage stellt …

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