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Ohne Mord und ohne LeichenKommt ein Krimi ohne Mord aus? Ohne Blut und ohne Leichen? Ohne Folter und ohne Schmerzen? Wahrscheinlich… Ein Thriller sollte jedenfalls nicht auf Spannung verzichten – aber vielleicht auf Tote. Ist es dann noch ein Thriller? Jemanden zu „thrillen“ bedeutet nicht ihn umzubringen, sondern zu „schockieren“, ihn in Angst und Schrecken zu versetzen, ohne ihn lebensgefährlich dabei zu verletzen.

Achterbahnen können das und ein unbeleuchteter Keller schafft es sogar bei Kindern. Allein die Vorstellung zu entfachen, was alles passieren könnte, entzündet bei vielen Personen den beabsichtigten „Thrill“. Leichen lassen sich nicht mehr erschrecken; Lebende allerdings immer wieder. Sie schaudert es. Sie sind die Erfinder der Gänsehaut, des Schüttelfrosts und der blanken Panik.

Ohne Mord und ohne LeichenDie im Dunklen hinter einer Gardine stehende Person mit dem stichbereiten Messer in der Hand, dessen Klinge im Schein des Mondes blinkt und nichts Gutes ahnen lässt, aktiviert mehr Abwehrbereitschaft, als es ein Toter in einem Krimi noch vermag. Die Fantasie des Lesers, die im Bruchteil von Sekunden sämtliche Alternativen durchdenkt und sich selbst als die Person wähnt, um deren Kragen es letztlich geht, fiebert trotz ihrer durchgeschwitzten Bluse weiter mit.

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