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Opfer eines KonzentrationslagersDie Meinungen eines Volkes über ein anderes Volk bekommen immer dann einen besonderen Stellenwert, wenn die aktuelle Situation dazu aufruft. Ansonsten scheint sich dieselbe Meinung im Tiefschlaf zu befinden und gerät nicht in die Medien. Sie existiert also, wird allerdings nicht beachtet und so passiert es mit allen anderen Dingen auch.

Ein Kind will gerade das Spielzeug benutzen, mit welchem gerade sein Spielkamerad beschäftigt ist. Jetzt ist das Spielzeug interessant, dennoch es vorher existierte, wenn auch weniger beachtet. Der Mensch lenkt generell seinen Fokus auf die Dinge, welche für ihn aktuell, nicht erreichbar oder sich in anderem Besitz befinden.

Das Verhalten beschränkt sich nicht nur auf Mode, Partner und Freizeit, sondern auch auf Meinungen, welche für einen Moment beleuchtet werden, in die Medien geraten und somit einem großen Radius an Aufmerksamkeit einfangen. Dieses Lancieren nennt man Populismus.

Aktuell befassen sich die Aufmerksamkeiten nicht mehr mit einem spektralen Blick über Deutschlands Grenzen. Momentan richtet sich das Interesse mehr oder weniger auf einen Staat namens Griechenland und schon sind die Medieninhalte der vergangenen Tage ins Hintertreffen geraten. Meinungen werden demnach durch die Medien gesteuert.

Menschen orientieren sich mehr und mehr nach den medialen Vorgaben. Bei bestimmten Spielgeräten bezeichnet man diese Funktion als Fernsteuerung und in der Gastronomie führt man vorgefertigte Gerichte als Convenience. Der Mensch sollte sich trotz der Flut der News auf seinen eigenen Verstand verlassen und sich nicht nach ferngesteuerter Convenience richten. Das ging schon einmal schief.

Volksempfänger standen in den Stuben der Menschen, um sie jederzeit erreichen zu können. Permanente Berieselung mit den ständig gleichen Inhalten nennt der Psychologe Gehirnwäsche. Die Revolten, Revolutionen und Aufstände gingen stets vom Volk aus; nicht von der Obrigkeit. Nicht das Volk steckte Menschen in die Konzentrationslager, sondern die Regierenden.

Die Überlebenden berichten von Hilfe aus dem Volk. Liest man das auch in den Medien, in denen aktuell über diese Menschen berichtet wird?

Der Augenblick gerät binnen weniger Sekunden zur Leinwand und auf dieser spielt sich der gesehene Moment als Monomentalfilm ab. Doch so ist es nicht. Dieses Schauspiel passiert lediglich im Kopf des jeweiligen Betrachters. Der Volksmund sagt selbst, dass eine Schwalbe keinen Sommer macht aber wir denken und handeln entgegengesetzt unseres Wissens.

Befände sich diese eine Schwalbe in den nachrichten oder einer anderen Dokumentation, nähme der Mensch umgehend an, dass jeder Vogel am Himmel eine Schwalbe wäre, oder zumindest eine Schwalbenart, von Schwalben abstammte oder mit Schwalben sonst wie zu tun hat. Man weiß also um die Macht der Medien und bedient sich darum gerne damit. Nahrungsneuheiten werden auf Messen präsentiert und selbst Veganer kommen nicht zu kurz. Umgehend gründen findige Personen vegan-orientierte Unternehmen in dem Glauben, der Mensch der Zukunft ernährt sich vegan.

Die Schnelligkeit der Meldungen lassen kaum noch Zeit aufkommen, sich selbst zu orientieren, sich selbst eine fundierte Meinung zu bilden, oder sich mit gewissen Dingen ernsthaft zu befassen. Der Mensch verliert seine eigene Orientierung und ist schließlich auf die Hilfe Dritter angewiesen. Der Mensch ist plötzlich gehorsam und läuft mit all den anderen desorientierten Menschen in eine Richtung.

Diese Art der Menschlichen Begegnung nennt der Psychologe Folter.

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