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7 Responses to “Erziehungsanstalt – Rengshausen II”

  1. Erich Wolf sagt:

    Nanu…..kann das denn wirklich sein? Ich glaube nämlich das ich dich kenne:
    Mein Name: Erich Wolf
    Im Beiserhaus von 1967/68 – 1971
    Gruppen Erzieher: Bernd? Hudel

    und wenn du immer noch von der Schauspielerin, na wie hieß die noch ??….., Gilla von Weitershausen schwärms´t , stundenlaaaaang am Haar rumfönen und fummeln tust, dann haben wir sogar zusammen am Tisch gesessen. Obere Gruppe, Essraum/
    1. grosser Tisch links.
    Vielleicht noch eine Gedächtnisstütze:
    Habe seinerzeit als erster Heim-Insasse meine Schlosserlehre außerhalb der Anstalt machen dürfen. (Fa. Nöding – Ersrode)

    Mein Zimmer: 1.Stock / letztes Zimmer rechts/ Bett oben beim Fenster.
    mail E-Wolf-Kroev@T-online.de

    Würde mich sehr freuen mal was von Dir zu hören. Ach ja….Du warst ein erbärmlicher Fussballspieler…Grins

    Mit besten Grüssen von der Mittel-Mosel Erich Wolf

  2. Lutz Spilker sagt:

    Hallo Erich,

    aber ja, ich habe noch ein altes Foto, auf dem du drauf bist.
    Gitarrespielend in der Schlosserei zu einer dieser Jahresfeiern.

    ///
    Gruppen Erzieher: Bernd? Hudel
    ///
    Der „Bernd“ hieß Helmut und ja, Fußball ist absolut nicht mein Ding.

    lG
    Lutz

  3. Erich Wolf sagt:

    Hallo Lutz,
    ab und zu ist das alte Gedächtniss ja doch noch in Ordnung.
    Habe mich riesig über die Antwort gefreut….endlich mal einer aus der Vergangenheit.
    Bin schon eine ganze Weile an der Aufarbeitung aber scheinbar sind wir zwei die rühmliche Ausnahme, die auch das NET benutzen. (Aus unserer Generation).
    Bin inzwischen 58 Jahre alt, Verheiratet seit über 31 Jahre und habe 3 kinder-die alle schon nicht mehr zuhause Wohnen und fest im Leben stehen.
    Frage: Hast Du schon mal versucht, Akteneinsicht zu bekommen?
    Würde mich wirklich Interrisieren.
    So, das war es erstmal…..nächstes mal mehr, vielleicht können wir mal telefonieren?
    Meine Nr. 06541 – 1331 oder selbe VW 816943 (länger klingeln lassen!!!)

    LG Erich

    PS.: Würdest Du mir mal Deine Email Adresse zu kommen lassen???

  4. Lutz Spilker sagt:

    Hallo Erich,

    hm, ob wir die beiden einzigen „Forscher“ in Sachen Rengshausen, bzw. Erziehungsanstalt (klingt immer wieder erschreckender, als man meint…) sind, kann ich nicht sagen.

    Ende der Achtziger habe ich Herrn Hudel (und Frau) einmal besucht, weil ich beruflich in der Nähe zu tun hatte. Es war gerade günstig. Das wars; keinerlei Kontakt zu niemandem, eigenartig. Meine Akten will ich nicht einsehen, das Leben hatte sich nicht daran gehalten, unabhängig meines Wissens des Inhalts, fürchte ich. Viele „Damalige“ wollen nicht über ihre „fürchterlich düstere“ Vergangenheit sprechen und machen einen deutlichen Bogen um die Sache.

    Viele Namen und Bilder habe ich, teils im Kopf, teils als Foto. Alle paar Wochen schaue ich mal den Socials (WKW, Facebook, etc.) nach, ob ich evtl. gefunden wurde. Bisher eher weniger, eigentlich gar nicht. Darum schrieb ich diese Erinnerungen nieder, gemeldet hat sich bisher nur du. Ich weiß, das Netz ist groß und mich zu finden ist nicht die tägliche Aufgabe.

    Schön, dass du hierher gefunden hast und mit Klarnamen schriebst, sonst wäre ich bestimmt noch am grübeln.

    Beste Grüße an Frau und Kind/er
    Lutz

    Und ganz lieben Dank für das interessante Telefonat mit dir!

  5. peter sagt:

    ich weis es ist bischen spät wenn ich mich jetzt melde,aber habe jetzt erst mit meinen Forschungen begonnen,weil ich Psychich nicht über meine Damaligen gezwungenen Aufenthalt im beiserhaus hinwegkomme,ich war zwar in den 62-64 dort untergebracht,und kenne auch den zwang und die Qual welche uns damls auferlegt wurde,aber ich kann leider keine damaligen mehr finden es ist schön das du die sache gut und richtig beschreibst,aber noch heute hängt mir obwohl schon 63 die sache noch sehr auf der Seele,und ich habe immer noch alpträume
    ich danke dir für deine schöne schilderung und darstellung,und kann nur sagen wunderbar geschrieben
    Peter

  6. Lutz Spilker sagt:

    Hallo Peter,

    manchmal hatte ich das Gefühl, wir würden Personen sein und dementsprechend behandelt werden. Und dann stürzte dieses Gefühl in die Tiefe, weil man sich wieder wie eine Sache vorkam und ebenfalls entsprechend behandelt wurde. Dieses Gefühl hatte in mir sehr lange vorgeherrscht.

    Noch heute muss ich tief durchatmen, wenn mir Respekt und Anstand unterschlagen werden und ich mich wieder wie eine Sache behandelt fühle.

    Persönlich habe ich niemanden aus diesen Jahren im Heim wiedergesehen. Die meisten der damaligen Heim-Insassen schweigen darüber, oder versuchen es dauerhaft zu verdrängen.

    Es freut mich sehr, dass du diese Seiten und die Berichte gefunden hast. Die Artikel sollen niemanden anprangern, schuldig sprechen oder jemanden zum Buh-Mann machen. Sie sind ein nicht unwesentlicher Teil meines Lebens und meiner Erinnerungen.

    Liebe Grüße
    Lutz

  7. Lutz Spilker sagt:

    Hallo zusammen,

    heute führte ich ein ausgiebiges Telefonat mit Erich Wolf, der einige Tage in seiner (und auch meiner) „Vergangenheit“ verbrachte und viele Orte im heutigen Knüllwald besuchte. Es ist nicht so einfach, nach langen Jahren, Gebäude und Personen zu treffen, die völlig anders in Erinnerung geblieben waren. Vierzig Jahre lassen sich nicht zurückschrauben.

    Einige „Ehemalige“ ließen sich privat oder beruflich in der Gegend um das Beiserhaus Rengshausen nieder, manche wussten nach ihrer Entlassung auch nicht wohin sie sonst gehen konnten. Schwer hatte es die „Neuen“ dort, denn die Vergangenheit ein „Schwererziehbarer“ oder ein „Heimkind“ zu sein, lässt nicht von einer Stunde zur nächsten los und war jedem irgendwie auf die Stirn geschrieben.

    Andere sitzen im Gefängnis und das für lange Jahre. Immer wieder wird dieser oder jener Name in die Suchmaschinen des Internet eingegeben und gehofft, dass sich irgendetwas finden ließe, was auf die entsprechende Person hinweisen könnte.

    Zu groß ist bei vielen jedoch der Schatten, der sich nicht so ohne Weiteres abschütteln lässt und immer wieder stellt man fest, dass nicht jeder der „Damaligen“ gewillt ist, seine recht individuelle Vergangenheit, wie die frisch gewaschenen Sachen im Garten aufzustellen.

    Fotos machte er auch, aber sie hier einzustellen hieße, eine Genehmigung, besonders von Personenbildern einzuholen und das ist mit hohen Aufwand verbunden, warum es auch nicht geschieht.

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