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Katholisch oder evangelischWoran ließe es sich erkennen? Zwei gegeneinander antretende Fußballvereine ließen sich an unterschiedlichen Trikots erkennen, aber Glaube? Glaube doch nicht. Gefaltete Hände liefern keinen Hinweis. Glaube findet im Kopf statt, weniger in der Körperhaltung.

Ist es für den Architekten eines Gotteshauses von Vorteil, jenen oder diesen Glauben zu praktizieren? Seltsamerweise schon. In der Bibel ist von Tempeln die Rede, hierzulande sind damit auch Gotteshäuser gemeint, jedoch keine des römisch katholischen oder des lutherisch evangelischen Glaubens.

Luther war also Reformator, aber kein Römer und die Römer waren keine Evangelisten? Oder waren sie es doch, nannten sich aber weiterhin schlicht Römer? Jedenfalls waren sie katholisch, Luther hingegen nicht – weil der schließlich evangelisch war … jedenfalls nach seinem Protest. War er denn der Protestant? Letztlich nennen sich die Protestanten genau so.

Heutzutage ist jeder Protestant froh, dass Luther seinerzeit die Bibel übersetzt hatte … in was bloß. In Deutsch? Die deutsche Sprache gab es damals noch gar nicht, er musste sie zunächst schaffen und Philipp Melanchthon stand ihm dabei hilfreich zur Seite. Noch in dieser Zeit sprechen die Menschen nicht überall hochdeutsch.

Doch die Bibel musste allerorts gleich verstanden werden und somit führte Luther zunächst das Hochdeutsch ein, welches immer noch als Amtssprache gilt.

Jetzt war der Weg geebnet und jetzt konnte er die Übersetzung der Bibel aktivieren, denn jetzt wurde sie überall so verstanden, wie er sie darlegte. War er nun ein Protestant? Eigentlich schon. Die Finanzierung des Petersdoms in Rom verschlang immense Summen und die Ablassverkäufe waren ihm auch ein Dorn im Auge.

Die schnöde Argumentation, dass alles im Namen des Herrn geschähe, widersprachen seiner Gesinnung. Aber dadurch schuf er keinen neuen Glauben. Es war eher eine Modifizierung und angesichts der Eingeständnisse der Kirche tat es dringend Not.

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