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Schroedingers KatzeVielleicht machte er sich bereits im Vorfeld ernsthafte Gedanken, vielleicht war es aber auch eine spontane Eingebung – es wird bei der Vermutung bleiben. Jedenfalls wurde „Schrödingers Katze“ weltberühmt. Ein Tier, welches nie lebte.

Und wieso es sich bei seiner Veranschaulichkeit um eine Katze handelte, kann auch bloß spekuliert werden. Möglicherweise waren es jedoch dieselben Prämissen, die noch heutzutage zugrunde gelegt werden, wenn sich gewisse Eigenschaften ergeben sollen.

Welches Tier besitzt die Neugierde, einen Mechanismus zu untersuchen, der, aufgrund seiner Beschaffenheit, den eigenen Zustand von „lebend“ auf „tot“ ändern könnte? Ein Pavian? Paviane gelten als extrem neugierig. Aber sie besitzen nicht diesen „Kuschel-Faktor“, dieses, beinahe an Egoismus grenzende Wohlgefühl, welches sich bei der Person einstellt, welche den Kuschel-Faktor konsumiert.

Der Wunsch, einen Pavian als Haustier zu besitzen, kann daher ausgeschlossen werden.

Es musste demnach bei etwas anschmiegsamen bleiben. Auch die Popularität spielte eine Rolle. Wem nützt ein neugieriges Tier, welches den Bekanntheitsgrad einer ausgestorbenen Rasse vertritt? Niemandem. Und wichtig war auch die Kiste. Die Dimensionen waren nicht von Relevanz. Wichtig war allerdings die Tatsache, dass die temporäre Unterbringung keine dauerhafte Alternative zur situationsbestimmenden Mechanik vorwies.

Elefanten schieden daher aus. Alle anderen, im marinen Reich lebenden Tiere, betraf es ebenso. Es musste auf eine Kreatur herauslaufen, die es per se nicht verdiente, in einer Kiste zu fristen und sei es bloß für eine Weile. Ungeachtet der Tatsache, dass Katzen zu früheren Zeit in Säcke gegeben und ertränkt worden sind, assoziiert sie niemand mit einer Kiste.

Das Gedanken-Duo Katze + Kiste existiert erst seither im Kopf.

Vielleicht waren genau diese Komponenten für Erwin Schrödinger ausschlaggebend und machten das Gedankenbeispiel darum weltbekannt.

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