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Und plötzlich waren wir „deutsch“.Das ist es also, das globale Denken. Das „über die Grenzen hinweg denken“ und sogar das „über den Verstand denken“. Dachte der Mensch nicht nur sinn-, sondern auch sinnesgemäß, so erfährt er plötzlich eine Wahrnehmung, die über seine Sinne hinaus zu funktionieren scheint. Die Akzeptanz der Wahrnehmung außerhalb der Sinne. Darauf wurde der Mensch mittlerweile konditioniert.

Der Mensch akzeptiert die Funktion einer Fernbedienung und so sie dann nicht mehr funktioniert, wird ihr mittels frischer Batterien neue Energie zugeführt. Dann funktioniert sie wieder. Die Funktion wird demnach nicht mehr über das Medium der physikalischen Eigenschaften ausgemacht, sondern über die Energie.

Beide Zustände sind jedoch mit keinem der menschlichen Sinne zu eruieren. Das Betätigen einer mechanischen Vorrichtung und das entsprechende Ergebnis beim Empfänger bestätigen eine Funktion, ohne dass die tatsächlich stattfindende Physik wahrgenommen werden kann, denn sowohl Infrarotstrahlen, als auch Ultraschall werden nicht von menschlichen Sinnen erfasst. Dennoch wird die Funktion eines solchen Gerätes in die Gesamtwahrnehmung integriert, obwohl sie gar nicht wahrgenommen werden kann. Ein Paradoxon? Sicher!

Der Mensch wurde seit jeher auf stille Akzeptanz konditioniert.

Dass Martin Luther die Bibel übersetzt hat dürfte mittlerweile bekannt sein. Aber in welche Sprache hat er sie übersetzt? Und von welcher Sprache hat er sie übersetzt? Übersetzte Luther die Bibel ins Deutsche? Es gab zu dieser Zeit keine allgemeinverständlich deutsche Sprache; in was übersetzte Luther also die Bibel? Das ist es! Der Mensch wurde an diese Dinge lange Zeit konditioniert und übernahm sie ohne Murren.

Luther schuf (zusammen mit Philipp Melanchthon (eigentlich Schwarzerdt) die deutsche Sprache als Hochdeutsch und damit für jeden verständlich – und heutzutage als Amtssprache gültig. Es ist wie ein Flugzeug in der Luft. Wie soll es landen, wenn keine Landepiste da ist? In welche Sprache soll eine Bibel übersetzt werden, wenn die Zielsprache noch nicht allgemein vorhanden ist. Der eine spricht hessisch, der andere schwäbisch und der nächste sächsisch – aber keiner spricht hochdeutsch.

Und plötzlich waren wir „deutsch“.Auch in diesem Fall wird der tatsächliche Zustand nicht hinterfragt und auch nicht bedacht, zumal Luther im 15/16. Jahrhundert aktiv war und erst in dieser Zeit das Wort „Deutschland“ aus der Taufe gehoben wurde. Vorher existierten die noch heutzutage anzutreffenden Stämme der Burgunder (früher in der Gegend um Worms ansässig / Nibelungen), Hessen, Franken, Bayern, Sachsen, Friesen, etc.

Qualität oder Quantität?

Die lediglich von einer Person vertretenen Behauptungen, Feststellungen, Idee oder Ansichten werden verpönt und verspottet, weil… ja weil der Rest des Planeten anderer Ansicht ist. Der Rest des Planeten bekommt den Zuschlag und es herrscht das Prinzip der Quantität – das Prinzip der Mehrheit. Knapp 50 Jahre später stellt sich heraus, dass die eine Person mit ihrer Ansicht, Feststellung, Errungenschaft, etc. richtig lag und alles wurde revidiert. Plötzlich regiert das Prinzip der Qualität, also des Geistes, des Wissens und der Weisheit. Warum erst zwei Generationen vergehen mussten um Einsicht zu erlangen? Weil die Konditionierung mit Depotwirkung arbeitet.

In diesen Tagen erscheint Thilo Sarrazins neues Buch, in dem er nicht grundlos auf gewisse Dinge hinweist, die auch schon in seinem ersten Buch zu lesen waren. Vielleicht müssen auch jetzt wieder Generationen vergehen, bis das Prinzip der Qualität erkannt wird. Vielleicht hilft es aber auch, bloß die Batterien auszuwechseln, weil man sonst gar nicht merkt, dass Deutschland auch nur ein Name ist.

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