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Der kleine Unterschied.Nein – nicht der! Höher, noch höher und jetzt lächeln – ja, genau der! Die Beißerchen, die Zähne, die sind gemeint. Da haben uns die Amis etwas voraus. Dental betrachtet existiert hierzulande im wahrsten Sinne des Wortes „die alte Welt“. Zum Glück sind nur die Zähne krumm und schief, nicht auch der Charakter – es wäre ein Drama.

Und jetzt stehen wieder Wahlen an. In den USA, und demnächst auch wieder hier. Da fällt ein herzliches Lächeln vom Plakat schwer, wenn die allmorgendliche Putzleistung insuffizient wirkt. Ein – per Software – nachgebessertes Bild fällt auf, wenn beim nächsten Live-Auftritt der natürliche Farbton sichtbar wird.

Selbst einem Massenmörder jubelt man reflexartig zu, wenn er strahlend in die Menge lächelt. Hier werden die wirklichen Sympathiepunkte gesammelt, hier unterscheidet sich die Gewohnheit eines Kettenrauchers vom aktiven Gebrauch der Polierpaste in der vorteilhaften Turnierbox to-go. Niemand fragt jetzt noch nach der politischen Qualifikation… gefragt wird nach der Telefonnummer des Dentisten.

Marode Verhältnisse im Finanzwesen? Imperialistische Ambitionen? Kriegsgerassel im eigenen Land? Provokationen hinsichtlich gewisser Energiereserven und Spekulationen wegen demonstrativer, kosmischer Vorherrschaft? Größenwahnsinnige Budgets? Strahlende Zähne blenden darüber hinweg, und das ist die Art Politik, die sich zwischen den Lippen abspielt.

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