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Wie der Herr...Natürlich sitzt man alltäglich vor der Glotze und schaut nicht selten sprachlos aus der Freizeitgarderobe, wenn… Und genau an dieser Stelle wünscht man sich ins Geschehen, um einigen dieser Mitleidserzeuger und Nullmengenproduzenten mal ordentlich… ja was nur?! Die Meinung zu sagen, den Marsch zu blasen, sie des Studios, der Stadt, des Landes, oder besser gleich des ganzen Kontinents zu verweisen?

Soll man sich also selbst als Dirigent aufspielen, und den Fernsehapparat anschreien? Oder sich selbst zum Horst machen – gar zum Vollhorst? Ja gerne, aber zu welchem Zweck? Steht man als Schiedsrichter nicht selbst wie ein Dödel da, und belustigt unfreiwillig sein Umfeld? Denn irgendjemand vertritt immer eine andere, oft sogar seine eigene Meinung.

Bessermachen gilt nicht!

Und dann entsteht ständig diese bange Frage, ob es nicht klüger wäre die Finger davon zu lassen, denn vielleicht will es der Leser auch nicht an gewohnter Stelle konsumieren, und zöge letztlich Rückschlüsse auf das Niveau des Autors. Dem entgegen steht die persönliche Eitelkeit, wenn der Gaul durchgeht und es in den Fingern juckt, wobei wir nun endlich beim Thema angekommen wären.

Vorrangig sind es die Trau-dich-was-Shows wie „DSDS“ (Deutschland sucht den Superstar), „Das Supertalent“ oder „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“, die den Zuschauer an die Hand nehmen, und ihn zum Wahnsinn treiben. Ohnehin kommen diese Darbietungen ohne ein Text-Script aus, welches bei anderen Sendungen nicht fehlen darf, damit der Darsteller kein Blech verzapft.

Scripted Reality nennt sich diese Art der Peinlichkeit.

Nachrichtensendungen und Live-Schaltungen in das politische Geschehen zeigen dann doch wieder Texte auf Papier, welche der Kandidat abzulesen hat. Ob Land- oder Bundestag; Papier ist geduldig. Die verlautbarenden Texte mit der Meinung des Zuschauers in Einklang zu bringen, gelingt keinesfalls jedem, und auch nicht immer. Hier möchte man sofort… Aber die gute Erziehung verbietet es.

„Bauer sucht Frau“, „Lehrstelle sucht Schüler“, „Bezahlbare Wohnung…“

Doch hoch im Kurs stehen sie, die Bastel- und Kochshows, und die Such- und Findshows, bei denen die Eltern, der Bruder oder ein anderes Familienmitglied, den seit gefühlten Ewigkeiten geliebten, vermissten oder verstoßenen Halbschwager am anderen Ende der Welt ausgraben lässt, um ihn auf dem frisch geharkten Kiesweg, gleich hinter der Rhododendronhecke in die Arme zu schließen. Welch ein Glück, dass es diese Sendungen gibt. Womöglich käme das „Rote Kreuz“ sonst nie dahinter, wie Familienzusammenführungen wirklich gemacht werden. Wahrscheinlich spielt das Budget auch eine Rolle.

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