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Die Beine der ElfenEs ist erschreckend sich ein einziges Mal bildhaft zu machen, aus welchem Material die Beine der Elfen wirklich bestehen, nämlich aus Elfenbein. Es hält wacher als ein Energiedrink mit Depotwirkung. Der Radius der Augen nimmt spielend um das Doppelte zu, die Sehkraft leider nicht. Und dann betritt die Frage aller Fragen die Szene. Warum werden Elfen niemals zwölf?

Irgendetwas nehmen sie ein und das hält sie jung, diese Elfen. Es kann nicht anders sein und offensichtlich dürfen noch nicht einmal Hundertjährige davon naschen. Die Zuverlässigkeit mancher Dealer ist offensichtlich porös. Selbst der Pizzabote schmuggelt kleine Tütchen für große Summen in die Haushalte, denn nicht alles, was nach Majoran aussieht, ist es auch.

Beim Elfenbein ist gar nicht von Beinen, sondern von Zähnen die Rede. Aber es hört sich beileibe nicht so wuschig an, wenn vom Elfenzahn gesprochen wird. Somit besitzt ein Elefant – mit etwas Glück und guter Laufleistung – zwei glattrasierte Beine im Mund und genau das ist Elfenbein. Die Erwähnung schließlich, dass diese Beine ursprünglich aus dem Besitz oder dem Nachlass einer Elfe stammen, ist permanent von Rang. Hier gilt die Faustregel: Ohne Elfe kein Elfenbein.

Die Beine der ElfenNun sind Elfen aber Wesen der Gattung Mythos und weniger real. Gefangen oder gar erlegt wurde noch keine. Weder hängen sie ausgestopft an der Trophäenwand, noch lassen sie sich im Heimatmuseum bestaunen. Auch kann niemand berichten, wie sich in Momenten eines Kennenlernens zu verhalten wäre. Denn außer einem peinlichen „guten Tag“ würde jeder gerne den Zustand der unteren Extremitäten mit unbeholfenen Fragen der Sorte „was machen die Beine…“ in Erfahrung bringen wollen. Absolventen des Jakobswegs sind ansonsten die Empfänger solch adressierter Fragen gewohnt.

Elfen sind die Meerjungfrauen der Lüfte.

Bis zum heutigen Tage weiß niemand exakt, über wie viele Beine eine einzige Elfe selbst verfügt und warum sie sich ohne Weiteres davon zu trennen bereit ist, zumal Futter aufnehmende Körperöffnungen von Elefanten damit bestückt werden. Manche Leute besitzen sogar Billardkugeln, die aus diesen Zähnen gefertigt wurden; also aus Elfenbein. Trägt die Elfe jetzt Prothesen und kommt eine spezielle Krankenkasse dafür auf? Dürfte eine Elfe jetzt an den Paralympics teilnehmen, oder fiele ein zufälliger Flügelschlag unters Doping-Gesetz?

Die Beine der ElfenElfen scheinen jedenfalls eine unübertroffene Kondition zu besitzen, wenn sie sich ohne Beine stundenlang in der Luft aufhalten können. Auch interessant ist die Frage, in welchem Alter sie ihre Beine den Dickhäutern spendieren. Von diesem Tage an sind sie ohne Fahrwerk, das kann dauerhaft betrachtet zur Folter werden. Essen, Trinken und Ruhen … alles vergeht im Flug. Pferde machen das alles im Stehen und viele einarmige Banditen machen das alles mit links.

Wen wundert es also, dass Elfen bei dieser Anstrengung nie zwölf werden.

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