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Die Geschichte des Selfie-StickDie menschlichen Arme sind naturgemäß körpergerecht und schlurfen nur noch selten mit dem Handrücken am Boden. Kratzspuren in dieser Körperregion lassen ergo einen Katzenliebhaber erkennen, weniger einen Hobbit. Die Tatsache, dass es sich bei einem dieser Fotoapparate, welcher für Selfies verantwortlich zeichnet, um ein mobiles Telefon handelt, kommt oftmals zu kurz.

Die Geschichte des Selfie-StickEigentlich dienen bestimmte Hilfsmittel der Distanzminimierung. Selfi-Stangen schaffen Distanz und das ist so gewollt. Man will dem Gerät fernbleiben. Schon bei Besen mit einem langen Stiel sagte man sich „… geh’ weit weg von mir …“ und bei Stangen der Marke „Wenn man mal jemanden benötigt der sich mit der Technik eines als mobilen Telefons verkleideten Fotoapparates auskennt und zur Stelle ist wenn man ihn bracht, aber dann ist wieder kein Schwein da“ ist es nicht anders.

Die Geschichte des Selfie-StickSchon seit jeher war der Mensch froh, wenn die Dinge erreichbar waren. Der Anstrich seiner einstigen Höhlendecke war nur dann möglich, wenn die Frau mit einer Art „Räuberleiter“ half. Den Räubern nahm sich später ein gewisser Herr Schiller an und die Leiter findet der geneigte Verbraucher in allen Größen und Materialien im Baumarkt seines Vertrauens. Die Höhlenmalereien verursachen dennoch Kopfschmerzen bei den Forschern.

Die Geschichte des Selfie-StickHonka (so der Name des Höhlenmalers) stürzte und brach sich den Oberschenkelhals. Seither geht er am Stock. Da seine Krankenversicherungspolice noch andere Defizite erheblicher Natur aufwies, schlug ihn das Schicksal auch noch mit Blindheit, so dass Honka den Geh- gegen einen Blindenstock tauschte. Schon seinerzeit erkannte man die Vorteile des langen Arms. Lange Finger entstanden aufgrund eines fremdsippenmäßigen Übersetzungsfehlers, der bis dato nicht gänzlich korrigiert werden konnte.

Die Geschichte des Selfie-StickFrau Honka (wir nennen sie der Einfachheit halber so) reinigte die Höhle ebenfalls oben und unten, also die Vorhangleisten und das Laminat, während der Nachwuchs draußen das Mammut dressierte. Irgendwann wollten auch Honka und seine Frau ein Foto von sich machen und bemerkten, dass die Erfindung des Fotoapparats im Gehäuse eines mobilen Telefons noch einige Wochen dauern würde.

Die Kinder waren derweil schon auf Distanz und ihre Geschichte fand einen Ehrenplatz in den Grimm’schen Märchen unter dem Titel „Hänsel und Gretel“.

Die Geschichte des Selfie-StickEs sind die Begebenheiten wie sie jeden Tag passieren. Außer beim Skat ist der Dritte Mann eher unerwünscht. Das beginnt bei der aktiven Produktion des Nachwuchses und endet nicht selten im Urlaub. Möchte man eine fremde Person auf der Bettkante wissen, während man selbst damit beschäftigt ist die Hausfrau zu penetrieren? Na bitte. Derlei Verhalten ändert sich im Urlaub auch nicht.

Die Geschichte des Selfie-StickIst der Ferienverwöhnte jedoch Willens, seine Urlaubs-Impressionen digital über die Grenze zu schmuggeln, um sie zuhause an die frisch gekalkte Wand zu beamen, fehlt er; der Bettkantenspanner. Jetzt wäre er vonnöten, der Geselle der unvertrauten Art. Weit und breit nur zertrümmerte Vergangenheit, Sand und Urlaub, aber keine Sau zum Knipsen. Wer hält jetzt dieses vermaledeite Gerät? Könnte man der einheimischen Bande trauen, ließe es sich irgendwo abstellen und per Zeitauslöser verwenden. Natürlich macht es einen völlig behämmerten Eindruck, wenn man 5 Sekunden mit einem Gesicht dasteht, in dem die Monatspackung Botox ein neues zuhause fand.

Verfügt der Fotoapparat im Kleide eines mobilen Telefons über einen Zeitauslöser?
– Wirklich?
Warum wird er nicht benutzt?
– Wirklich nicht?
Dann habe ich ihn soeben erfunden und vielen Ingenieuren werden die Ohren länger gezogen, als die Satteltaschen des Pferdes von Wyatt Earp es waren.

Die Geschichte des Selfie-StickGleichsam sollte man diesem Timer eine Diebstahlsicherung angedeihen lassen. Bei Ingebrauchnahme des Timers wird automatisch die Diebstahlsicherung aktiviert und zwar unwiderruflich. Wurde aus Versehen 5 Jahre anstatt 5 Sekunden eingegeben und auf GO getippt, darf das Gerät innerhalb der eingestellten Zeit nicht mehr bewegt werden. Andernfalls löst man eine Art Weltkrieg aus und das kann nicht jedermanns Wunsch sein.

Die Geschichte des Selfie-StickWird es also dennoch bewegt, löst es per Funk einen (unsichtbaren) Alarm auf jeder Polizeiwache aus und zwar international. Der Hilfssehriff in Riverton (Wyoming/USA) wird ebenso verständigt, wie der Inspektor der Wache 756 in Kalkutta (Indien). Sowohl ein Gerätebild (Typ) als auch die Gerätenummer werden weitergegeben, sofern sich der Besitzer als tatsächlicher Eigner des Geräts schon beim Kauf registrieren ließ. Dieser Service wird kostenlos angeboten.

Die Geschichte des Selfie-StickHandelt es sich bei einem Gerät um gefälschte oder Hehlerware, bleibt dem Benutzer nur die modifizierte Version seiner „Nordic Walking“ Stöcke als Alternative.

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