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So was kann man doch nicht schreiben!Immer wieder bekomme ich per Email die Ansichten der Leser meiner Texte zugesendet. Darauf bin ich sehr stolz. Darauf kann ich reagieren und auch darauf, dass man mir ehrlich begegnet. Oftmals lese ich dann, dass irgendjemand mit einer, der von mir getroffenen Darstellungen, Äußerungen oder gar Verunglimpfungen nicht einverstanden ist und ich es doch zu ändern hätte, weil man so was doch nicht schreiben kann.

Verwirrung und Desorientierung tritt dann aus dem Nichts auf die Bühne. Ich schreibe schon so lange wie ich des Schreibens kundig bin und das läppert sich, um es einmal salopp auszudrücken. Ausgedruckt dürfte der von mir beschriebene Papierstapel in DIN A4 Kniehöhe erreichen und ich meine die Knie eines Erwachsenen. Ich schreibe nicht immer nur zu meinem persönlichen Vergnügen.

Niemand erwartet von einem Bäcker, dass dieser seine Brötchen nach der Vorstellung eines einzigen Kunden backt oder formt. Hier wäre Platz für den Unterschied zwischen Privat und Beruf. Niemand hat Einwände, wenn die Wahl meiner Urlaubsgrüße nicht so trefflich ausfiel, aber worüber und wie ich meine Texte schreibe bleibt allein meine Entscheidung.

So was kann man doch nicht schreiben!Wie erwähnt: Jede Meinung ist willkommen und jede distanzierte Kritik ebenso. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn manche Zeitgenossen den Unterschied zwischen Privat und Job verstehen lernen. Vielen Lesern hat das seinerzeitige Buch des Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ nicht gefallen. Sarrazin erhielt bestimmt viele Emails mit verzichtbarem Inhalt, nonverbale Droh-Gebärden und Lokalverbote. Aber es hat ihn nicht dazu bewogen das zu tun, wozu er gedrängt wurde.

Von den Rängen der Stadien rufen einige Fußballbegeisterte im Eifer des Gefechts gerne demotivierende Injurien Richtung der gegnerischen Mannschaft. Aber auch dort kickt man nicht zur persönlichen Belustigung und auch nicht, um einzelnen Personen einen Gefallen zu tun, sondern zum Broterwerb. Niemand möchte, dass eine Person mit diffusen Absichten in die OP platzt, die gerade an Ihnen, lieber Leser, vorgenommen wird und dem Chirurg erklärt, wie er seinen Job zu verstehen hat.

Also freue ich mich weiterhin über jeden Leser und jeden Schreiber. Kritisieren Sie auf Deibel komm raus. Machen Sie weiterhin konstruktive Vorschläge, akzeptieren Sie aber bitte, dass ich meine Aussagen nach „meiner Schnauze“ treffe.

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