Warum lachen Bäume nichtAuf dieser Erde existieren drei verschiedene Lebensformen, die sich in Pflanzen, Tiere und Menschen unterteilen. Menschen lachen. Humor ist eine dieser Voraussetzungen zum Lachen. Nun könnte daraus gefolgert werden, dass nur dort, wo auch gelacht wird, Humor zugegen ist, bzw. umgekehrt. Das Ergebnis wäre stets dasselbe. Lachen. Tiere lachen auch nicht. Jedenfalls lachen sie nicht sichtbar.

Vielleicht liegt es daran, dass ihnen die dazu benötigten Muskeln fehlen, aber die allein machen keinen Humor aus. Es soll Menschen geben, die allein des Lachens wegen einen Keller aufsuchen. Und Pflanzen? Gräser, Sträucher und Bäume? Die kommen ohnehin ohne Muskeln aus. Sie wachsen und wachsen, stützen sich nicht auf Knochen und besitzen keine Muskeln. Zum Lachen fehlt ihnen demnach jede Voraussetzung? Aus der Perspektive eines Menschen sowieso.

Nur wer lacht ist…?

Das so genannte Humorverständnis ist geografisch betrachtet unterschiedlich. In England ist der Humor ein anderer als in Frankreich und in den USA versteht man die Art Humor eines Orientalen auch nicht ohne Anlauf. Selbst Bäume werden kategorisch getrennt, denn zu Weihnachten gibt es den Weihnachtsbaum und zu Ostern nicht. Zu Ostern gibt’s noch nicht einmal einen Baum. Führte man diesen Gedankengang fort, so stünde der Lachende, und mit einem gesundem Humorverständnis Gesegnete, allein im Universum, denn vielleicht lacht man auf der anderen Seite des Universum nicht, bzw. nicht mehr, wenn es humorvoll wird. Und von lautem Lachen ist ohnehin nicht jeder zu begeistern.

Vielleicht ist dieses Motiv auch dann jenem deckungsgleich, warum Bäume nicht, oder nicht mehr lachen. Es wäre für Kinder erschreckend, kämen sie aus dem Wald nach Hause und würden den wartenden Eltern berichten, dass der Wald, oder einzelne Bäume lachten. Allein der Gang durch eine Schonung voll lachender Jungtannen, gestaltete sich in seiner schieren Vorstellung als schaurig. Eine Einladung, im Wald spazieren zu gehen, käme einer Runde durch die Prügelgasse gleich und stünde nicht in der Hitliste der Wochenend-Wünsche oben.

Menschen neigen dazu, das Gegenteil einer Sache am Vorhandensein einer anderen festzumachen. Das kann richtig sein, ist es konsequent betrachtet durchaus nicht. Weinen wäre also, dieser etwas holprigen Logik folgend, das Gegenteil von Lachen. Wenn Bäume nicht lachen, dann würden sie auch nicht weinen. Demnach könnten Tiere, in Ermangelung des Lachens, nicht weinen und somit wäre der Mensch das einzige, lachende Lebewesen?

Da lachen ja die Hühner!

Den Narren erkennt man am Lachen, Landwirte erkennen ihre Schweine am Gang und Zalando-Boten erkennen am Schrei den dazugehörigen Schuh.

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„Erziehung ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.“
Mark Twain (1835-1910), eigentl. Samuel Langhorne Clemens, amerik. Schriftsteller