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Männerzeitschriften – FrauenzeitschriftenDer Blick auf eine Kioskfront verrät es: Männerzeitschriften sind im Nachteil. Während sich Frauenzeitschriften- und Magazine mit Vornamen wie z. B. Brigitte, Petra, Laura und Co. merken lassen, müssen sich Männer Namen wie z. B. Playboy, Hustler oder Lui und Co. einprägen. Selbst eine Freundin ist schneller zu finden als bspw. ein Freund.

Mode, Make-Up und Kochrezepte auf der einen Seite, der modischen Küchenschürze entledigt und mit wasserfestem Make-Up versehene, gut gebaute Köchinnen auf der anderen Seite, aber das Magazin heißt nicht Kurt oder Fritz oder z. B. Karl-Heinz. Es nennt sich noch nicht einmal Klaus-Bärbel, der politischen Ausgewogenheit wegen.

Hier gähnt dem willigen Konsumenten eine Hungerstrecke ungeahnten Ausmaßes entgegen, hier rollt kein Rubel, hier bleibt das Taschengeld in der Tasche. Der an der sowohl zucker- als auch koffeinhaltigen Limonadepulle nuckelnde Feinrippträger, ist immer noch oder schon wieder der Heilbringer, dem die Schmachtblicke zufliegen.

Gerade noch die Zündkerzen gewechselt und nun Fensterscheiben säubernd und schwindelfrei an der Außenfassade des 258. Stockwerks eines Vorstadtreihenhauses. Das sind die Abenteuer eines Buchhalters aus der Sicht einer Sekretärin im Doppel D-Format. Männer müssen immer irgendwie nach Schweiß oder Motoröl riechen, warum die Frage nach einem Herrenduft mit diesen Indikatoren nicht verstummen will.

Also plädiert man für ein Männermagazin mit dem markanten Namen Paule und stiftet der Erstausgabe ein Aufklappfoto mit der Abbildung eines unrasierten Latzhosenträgers, dessen hellblaue Augen ein wenig an Terence Hill erinnern, oder an Photoshop.

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