Feed on
Posts
Comments

Hauptsache Umsatz

Hauptsache UmsatzUnter der Rubrik Verbraucherschutz warnt man die Bürger vor dem Konsum von was-auch-immer, denn hier würde man den Verbraucher lediglich übers Ohr hauen und auf seine Kosten Umsatz machen.

Demnach scheint der Bürger nicht aufgeklärt zu sein und es bedarf Hilfe von Dritten. Bedarf es dieser denn wirklich? Ist der Bürger also doch nicht so mündig, wie andernorts verkündet wird? Unterstellt man dem Bürger evtl. eine gewisse Ahnungslosigkeit, um seine Position – als lebende Warntafel – behaupten zu wollen?

Ist Umsatz nicht das Salz in der Suppe? Schließlich ist doch dieses Land auf Umsatz angewiesen. Angesichts gewisser Krisen, weltweiter Notstände und wetterbedingter Einflüsse, sitzt der Euro in manchen Händen offensichtlich locker. So locker jedenfalls, dass man ihn für was-auch-immer auszugeben bereit ist. Demnach herrscht gewissermaßen Überfluss, denn warum sonst wird gewarnt.

In Ländern, in denen Hunger herrscht, käme niemand auf die Idee vor einer Geldausgabe zu warnen, welche keinerlei Notwendigkeit darstellt. Also besteht hier zu Lande Notwendigkeit, den Besitzer eines Geldes vor einer mehr oder minder überflüssigen Ausgabe zu bewahren. Hier wird Umsatz untersagt. Wäre es Betrug, stünde eine Strafanzeige ins Haus. Es scheint gewisse Leute zu wurmen, dass der geldbesitzende Bürger nicht den vermeintlich richtigen Säckel füllt. Aber welcher ist das?

Mach’ deinen Umsatz hier, aber nicht dort…

Es erinnert stark an jene Zeiten, als braungekleidete Faconschnitt-Träger dazu aufriefen, eben nicht da und dort zu kaufen. „Kauf’ was deutsches!“ Das war die Parole. Subtrahiert man nun den nationalen Gedanken, so bliebe der reine Umsatz und um den geht es doch. Verpackt als Warnhinweis schickt man nun sein Ansinnen auf die Reise, mal sehen wie und wo es ankommt. Es sind Anzeichen von Entmündigung zu erkennen. Letztlich unterstellt man dem (mündigen) Bürger, er könne ein U nicht von einem X unterscheiden.

Überdies unterstellt man ihm, er sei unfähig. Unfähig, zwischen gut und weniger gut unterscheiden zu können. Vielleicht will der Verbraucher das weniger Gute kaufen und generiert somit Umsatz. Wozu bietet man an den Supermarktkassen Tüten an, wenn sich der Kunde mit einem Karton behelfen könnte und warum gibt’s Bierdeckel? Doch bestimmt nicht nur für Sammler…? So betrachtet wäre einiges reif, nicht mehr für Umsatz zu sorgen, aber dennoch ist es nicht der Fall.

Was der Kunde, der Verbraucher, der Bürger ausgibt und wofür, sollte allein seine Angelegenheit sein und bleiben. Er hat dafür gearbeitet und wenn er die Ansicht vertritt sein Geld aus dem Fenster zu werfen, dann ist das gut so, denn das Geld liegt schließlich auf der Straße und irgendwie muss es da hin kommen.

Print Friendly, PDF & Email

Comments are closed.

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite wird der Verwendung von Cookies zugestimmt. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen