Computerviren disziplinieren
Geschrieben von Lutz Spilker in Der tägliche Wahnsinn | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Die Zeiten haben sich geändert. Konnte man noch vor einigen Jahren unbedacht durchs Internet surfen, so hat’s den PC heutzutage binnen weniger Minuten erwischt. Auf irgendeiner Seite im WWW hat sich der Rechner infiziert und verweigert den Dienst. Plötzlich funktioniert nichts mehr so, wie man es erhofft und nicht selten ist das gute Stück dann völlig hinüber.
Viren sind im jetzigen Tagesgeschehen schon fast als völlig normal anzusehen. Auch die unerwünschten E-Mails gehören dazu. Hier leisten die Firewalls gute Arbeit und ohne diese elektronischen Schutzschilde kommt man gar nicht mehr aus. Auch zur Abwehr jener Viren entstanden ganze Industriezweige, Schutz gegen Eindringlinge kannte man schon im Mittelalter.
Man wird diszipliniert
Zumindest sollte man es meinen. Hier wird ein Film und dort ein MP3-File runtergeladen und wenn man Pech hat, befindet sich weder ein Movie, noch ein Musik-Titel in den Dateien, sondern ein Virus. Also lässt man die Finger davon und sucht Portale auf, in denen diese Dinge legal angeboten werden, wenn es auch mit Kosten verbunden ist. Ein neuer Computer kostet letztlich erheblich mehr und das Risiko ist hoch.
Auch der sogenannte Underground im Netz ist mit Vorsicht zu genießen. Teure Trial-Softwares sind zwar mit div. Tools dauerhaft zum Laufen zu bringen, doch auch in diesen kleinen Werkzeugen steckt oft mehr, als man wünscht. Viele Virenscanner entdecken nicht alle bekannten und schon gar nicht alle neuen Viren und oftmals wurde der Virenschutz nicht auf den aktuellen Stand gebracht. Damit ist die Software so gut wie überflüssig.
Unbedacht geöffnete E-Mail-Anhänge finden im Bruchteil einer Sekunde ihren Weg und legen das komplette System lahm. Viele Virentypen verbreiten sich selbsttätig und greifen auf andere Systeme über. Daten werden ausspioniert und gelangen auf diese Weise in falsche Hände. Vorsicht ist allgegenwärtig und jeder Schritt muss mit Bedacht vollführt werden. Der Umgang mit dem Medium Internet wird zunehmend schwieriger und allein darum scheuen manche Leute davor.
Grenzenloser Ideenreichtum
Die Schlupflöcher werden immer kleiner, der Ideenreichtum eines Virenprogrammierers wächst reziprok. Permanente Updates seitens der Betriebsystem-Anbieter und seien sie auch noch so lästig, machen Sinn. Ohne eine schützende Software und auch im Freeware-Bereich wird man hier qualitativ fündig, ist ein sorgenfreies Surfen im Internet nicht mehr denkbar. Ist der Computer wegen eines Virus erst einmal funktionsuntüchtig, sollte man als User dazulernen und nichts auf den Rechner laden, was da nichts zu suchen hat.
Von vertrauenswürdigen Stellen (Webseiten) ist oftmals die Rede, doch Kontrolle geht auch hier über das Vertrauen. Der PC lief nach der Montage einwandfrei und lange soll dieser Zustand anhalten. Reparaturen sind kosten- und zeitintensiv. Vermeintliche Sicherheit wähnt der Mac-User, wobei hier lediglich die Uhr tickt. Der einzig wahre und absolut sichere Schutz ist ein PC, der nicht mit dem Internet verbunden ist.
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