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IEZ - Internetgebühren Einzugs ZentraleAls der von Georg Orwell geschriebene Roman „1984“ im Jahre 1949 erschien, hielt man seine Phantasien für Utopie. Heutzutage ist es Alltag und von der einstigen Utopie blieb nichts mehr übrig. Kameras stehen und hängen an allen erdenklichen Stellen, Daten werden ausspioniert und gesammelt, Menschen werden privat oder am Arbeitsplatz beobachtet und alle möglichen Bewegungen werden aufgezeichnet.

Notwendige bzw. weniger Notwendige chirurgische Eingriffe verfolgt der geneigte Zuschauer als Dokumentation via Bildschirm. Big Brother mutierte zum TV-Spektakel und erfreut nicht nur die Pupille der Voyeure. Der „gläserne Mensch“, wie es gerne genannt wird, ist demnach keine Utopie, sondern alltägliches Geschehen.

Was läge also ferner, als die PC-User genauer unter die Lupe zu nehmen und dort zu kassieren, wo noch nicht kassiert wird. Das öffentlich rechtliche Internet steht ins Haus und bittet zur Kasse.

Zuständig dafür ist die IEZ (Internetgebühren Einzugs Zentrale) und die erhält aufschlussreiche Einblick in die Logfiles des WWW-Users über die Provider. Das Ganze ist selbstverständlich gesetzlich geregelt. Je öfter ein Internet-Surfer eine Website besucht, desto höher steigt die dafür entstehende Gebühr. Noch sind nur die User einer Nation erfasst und werden zur Kasse gebeten, doch schon in Bälde betrifft es das gesamte Internet.

Per Einzugsermächtigung werden die entsprechend anfallenden Gebühren eingezogen und bei mangelnder Deckung, bzw. bei Rückläufen, wird die Leitung zum Internet blockiert, gekappt, unterbrochen.

Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar…

Im Internet zu surfen gerät zum teuren Vergnügen und die Anschaffung eines PC wird akribisch überwacht. Selbst Zweit- oder Drittgeräte fallen der Maßnahme zum Opfer; niemand kommt kostenlos ins Netz der Netze. Die Verteilung der Gebühren an die jeweiligen Seitenbetreiber ist automatisiert. Das Auslesen der Logfiles bietet hier ein absolut genaues Ergebnis. Fehler sind so gut wie ausgeschlossen.

Prozentual ist der Staat nicht unbeteiligt, auch hier verdient er mit. Computer in staatlichen Einrichtungen sind von derlei Gebührenbelegung befreit. Die private Nutzung eines gebührenfreien PC’s wird daher streng kontrolliert und bei Verstößen energisch geahndet. Gebühren sind für den Besuch jeder Webseite zu entrichten. Die dazu benötigten Serverlog’s werden ebenso automatisch ausgewertet und das täglich.

Schon bei der Bestellung einer Domain gehen die benötigten Daten mit Einwilligung des Domaininhabers an die IEZ. Wird eine Einwilligung dazu verweigert, ist das Ordern einer Domain nicht möglich. Die bis dahin eingegebenen Daten werden übermittelt und in eine Art „schwarze Liste“ übertragen, verifiziert und archiviert.

Das Internet entpuppt sich einmal mehr zur Goldgrube, wenn auch auf einem (noch) unbekannten Niveau.

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